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Ausstellung greift die Geschichte des Stickens auf

Peine Ausstellung greift die Geschichte des Stickens auf

Handarbeiten erlernen - dass mussten vor Urzeiten alle Frauen. Heute denkt der ein oder andere eher an ungeliebte Handarbeitsstunden in der Schule, an die ersten Topflappen für Mutti, die ersten gestopften Socken oder den ersten selbstgestrickten Schal.

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Die Ausstellungseröffnung war gut besucht. Bild links (v.l.): Petra Watermann und Dr. Ulrika Evers (Kuratorinnen) mit Henning Heiß (Erster Kreisrat).

Quelle: Foto: bol

Wie kunstvoll aber das Sticken vor hunderten Jahren bis in die 1980er-Jahre war, das haben viele nicht mehr vor Augen. Um dies zu ändern, bauten Kulturwissenschaftlerin Petra Watermann und Dr. Ulrika Evers vom Kreismuseum Peine in nur einer Woche eine beeindruckende Ausstellung auf. Unter dem Motto „Langes Fädchen faules Mädchen“ ist die Ausstellung der Reihe „Neues aus dem Fundus“ ab sofort und noch bis zum 24. Januar 2016 zu sehen.

Am Wochenende fand die Ausstellungseröffnung statt, bei der Erster Kreisrat Henning Heiß deutliche Worte fand: „Sticken ist ein vielschichtiges Thema, so wie Handarbeiten überhaupt. Früher war es nicht nur eine Tätigkeit, die Frauen lernen mussten, weil es zum guten Ton gehörte, vielmehr war Textil eine wichtige Ressource. Anders als in der heutigen Wegwerfgesellschaft, mussten Textilien gehegt und gepflegt werden.“

In der Ausstellung geht es um die verschiedenen Etappen der Stickkunst, wie sie im Alltag gebraucht und im besonderen als Beschäftigung in Gesellschaft genutzt wurde. Der Besucher bekommt einen Einblick in die verschiedenen Epochen und erinnert sich sicherlich mit einem Schmunzeln an eigene Stickerfahrungen zurück. Erstellt haben die Kuratorinnen eine kleine Zeitreise, die es sich anzuschauen lohnt. Und im übrigen ist Sticken lange nicht nur Frauensache, wusste Petra Watermann zu berichten „es gibt viele Männer, die sticken und dabei ganz großartige Werke zustande bringen.“ Wer mehr über diese besondere Handarbeit wissen möchte, sollte nicht nur die Ausstellung besuchen, sondern auch die Vorträge zum Thema. Am Montag, 9. November um 19.30 Uhr hält Petra Watermann den Vortrag „Sticken als Mittel der Mädchenerziehung“ und am Donnerstag, 12. November, gibt es ein Erzählcafé mit Kaffee und Kuchen zur Handarbeit mit Museumspädagogin Kirsten Brandes und Dr. Ulrika Evers.

bol

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