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Ausschuss verabschiedete Steinebrunner-Fabian

Peine Ausschuss verabschiedete Steinebrunner-Fabian

Kreis Peine. Monika Steinebrunner-Fabian ist beim Landkreis Peine als Jugendamtsleiterin eine Institution gewesen.

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Verabschiedet: Hans-Werner Fechner (l.) und Sozialdezernent Dr. Detlef Buhmann verabschiedeten die Jugendamtsleiterin Monika Steinebrunner-Fabian im Jugendhilfe-Ausschuss.

Quelle: Thorsten Pifan

Zum 30. November, nimmt sie auf eigenen Wunsch ihren Abschied und wurde Dienstagabend im Jugendhilfe-Ausschuss als beratendes Mitglied nicht nur verabschiedet, sondern mit einem eigenen Tagesordnungspunkt sogar ganz besonders gewürdigt.

Hans-Werner Fechner hatte als Ausschussvorsitzender sogar ein fiktives Resümee in Reimform verfasst, das er vortrug. Den CDU-Politiker und die Jugendamtsleiterin verband viel beim gemeinsamen Ziel, etwas in der Jugendhilfe zu bewegen. So hatten beide nicht nur einen kurzen, sondern auch einen besonderen Draht zueinander.

Steinebrunner-Fabian war seit März 2010 Leiterin des Peiner Jugendamtes. Sie hatte die Stellung seinerzeit von Harald Friehe übernommen, der damals die Koordination der Weiterentwicklung des Kreises Peine übernommen hatte und später federführend die mögliche Fusion zwischen den Landkreisen Peine und Hildesheim vorbereitete und koordinierte.

Die neue Chefin im Jugendamt hatte dort bereits viele Jahre als Leiterin der sozialen Dienste gearbeitet, sich aber Anfang 2008 selbstständig gemacht. Danach leitete sie die Praxis „Aufwind“ in Peine, die unter anderem Supervision und familientherapeutische Beratung anbietet. Diese Tätigkeit will Steinebrunner-Fabian jetzt wieder aufnehmen. „Mit rund 60 Jahren muss man sich überlegen, ob man in seinem Leben noch einmal Weichen stellen möchte“, hatte sie ihren Schritt begründet.

Nachfolger von Steinebrunner-Fabian wird Dr. Marcus Kröckel, der seinen Dienst zum 1. Dezember antritt. Er wird in Kürze vorgestellt.

pif

Zum Abschied ein besonderer Gruß des Jugendhilfeausschusses des Landkreises Peine an Frau Monika Steinebrunner-Fabian unter der Überschrift:

„Monikas „unterstelltes“ Resumee“

„Inthronisation“

„Es ist vollbracht !

Sie haben mich zur Leiterin des Jugendamtes gemacht !

Jetzt geht es los ! Das wird genutzt !

Jeder ´Sozialraum´ im Peiner Land wird ab heute gründlich geputzt:

Der ländliche Raum, urbane Gefilde,

einheimische Bewohner, Migranten und Wilde,

jedes Kind, die Jugend und alle jungen Leute

werden ab jetzt zu meiner Beute !!!

„Träume“

Jetzt bin ich Chefin, nicht erst morgen

werde ich für jung und alt in Armut sorgen !

Dem ´Kindeswohl´ an erster Stelle

gehört die Priorität der Fälle !

 Kein Mensch im großen Landkreis Peine

mehr eine „Kummerträne“ weine.

Da gibt es keine Lebensfrage,

für die ich nicht die Antwort habe.“

„Wünsche“

Und dann – am Abend - wünsch´ ich mir

ein gutes Gläschen Rotwein, ...bloß kein Bier (!),

denn ich bin aus dem Badener Land,

- am Dialekt sehr schnell erkannt -

da brauch´ ich immer einmal wieder

Wein, Stimmung, Schmunzeln, Lieder

Bei meiner mitgebrachten Mentalität

ist es für eine frohe Runde nie zu spät.

„Hoffnung“

Ein neuer Tag bringt neues Schaffen,

lässt Kinder, Jugend, Eltern hoffen.

Das Jugendamt ist für sie da !

Das ist jetzt jedem Peiner klar!

In Niedersachsens Rankingliste

ist Peines Jugendamt das Allerbeste.

Das zeigen die Statistikzahlen,

ob vor oder auch nach den Wahlen.

„Realität / Zeit“

Besprechung hier, Besprechung dort

tagein, tagaus und immerfort.

Ein Workshop jetzt, ein anderer später,

Für Jugendpflege, Mütter, Väter.

Ein Seminar, drei Ausschusssitze,

Vom Schreibtisch zum Termin / retour / ich flitze.

Das ist der Job der Soziokraten

Dafür bekommen sie - kaum Dank - aber Dukaten.

„Realität / Belastungen“

Manchmal, da reicht´s, da kommt man an die Grenzen.

Da ist dann Schluss mit jeder Art von „Glänzen“.

Der Tag hat seinen Zeitablauf !

Da geht nun keine Stund´ mehr drauf !

Auch Schummeln hilft nicht in den frühen Morgenstunden !

Die Schaffenskraft hat ihren Meister - schneller als gedacht - gefunden.

Die Aktenberge ruh´n, Termine müssen warten,

Zuhause winken Ulrich, Küche, Garten.

„Realität / Einflüsse“

Nicht Alles kann ich selbst entscheiden.

Manch´ Einfluss ist nicht zu vermeiden.

Auch wenn dort die Erfahrung oder Praxis fehlt,

und Texte klärend viel gemailt,

die Überzeugung aber nicht gereicht,

die Fachdienstleitung dem Formalen weicht !

Das ist kein Grund, den eigenen Lebenssinn zu testen.

Da bleibt noch viel zu tun bei anderen wichtigen „Lebensresten“.

„Rückschläge“

Wenn manche Kinder keine Chance bekamen

in dem gesellschaftlichen Rahmen,

weil andere Prioritäten galten

dann musste ich sehr an mich halten.

Wenn Weh und Trauer mich erfassten,

weil Ziel und Arbeit nicht mehr passten,

weil dieses Mädchen, jener junge Mann

genau das Gegenteil zu tun begann,

von dem was hilfreich für sie / ihn wäre,

Dann gab sich Hilflosigkeit die Ehre.

„Ergebnisse“

Fünf Jahre hab` ich durchgehalten.

Half mit, die Chancen zu gestalten

für Kinderschutz und Pflegekinder,

den Umgang mit dem kleinen Sünder.

Für den, der Grenzen überschritt,

da wirkten Pädagogik mit

und Jugendrichter, Heimerzieher,

weil bei den Eltern merklich früher,

verantwortliches Tun und Handeln nicht ausreichend vorhanden waren.

Man merkte es erst nach ein´gen Jahren.

Leitlinien, Familienpflege, Kindertagesstätte,

die konkurrierten täglich um die Wette.

Da gab es der Probleme viele,

oft waren es nicht meine Ziele,

die dann als Lösung festgeschrieben,

und nur bei halber Wirkung blieben

Und dennoch galt die Hauptprämisse:

Dass es dem Kinde helfen müsse!

Mein Handwerkszeug war breit gestreut

das hatte mich noch nie gereut.

Die Einrichtung von Eltzer Zelten.

Die Kenntnis über Kinderwelten.

Manch Zuschuss- oder Förderungsprogramm,

das brachte uns oft nicht voran,

wenn Personal und Einsatz fehlten

auf das Betroffene stark zählten.

Doch gab es viele praktische Ideen,

die Wirkung war sehr schnell zu seh´n:

„Erziehungslotsen“, „Stark von Anfang an!“,

Beratungsangebote, „Frühes Lernen“, Gesprächsanlass für jedermann.

„Erfüllung“

Nun geht ein wicht´ger Zeitabschnitt zu Ende!

- Für mich wird es ´ne Lebenswende ! -

Die vielen Menschen werden fehlen,

das kann und will ich nicht verhehlen,

die mir zur Seite standen,

mit mir gemeinsam Chancen fanden

für Menschen, die Probleme hatten

und Lichter brauchten statt den Schatten.

An dieser Stelle sag` ich frei und frank

all´ denen, die mir halfen, Dank!!!

„Resumee“

„Es ist vollbracht !

Doch anders, als ich je gedacht !“

Hans-Werner Fechner,
Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses des Landkreises Peine,

Bodenstedt, im November 2015

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