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Aula am Ratsgymnasium Peine für 1,8 Millionen

Peine Aula am Ratsgymnasium Peine für 1,8 Millionen

Kreis Peine. Mit rund 1,8 Millionen Euro ist die Aula des Peiner Ratsgymnasiums das größte Schulbau-Projekt, das der Landkreis in diesem Jahr umgesetzt hat. Am 9. Oktober wird die komplett sanierte Aula feierlich eingeweiht.

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Akustikprobe beim Ortstermin in der neuen Aula des Ratsgymnasiums (v.l.): Wolfgang Gemba, Henrik Kühn, Dr. Jan Eckhoff, Michael Schrader und Landrat Franz Einhaus.

Quelle: Thorsten Pifan

Landrat Franz Einhaus (SPD) machte sich während der letzten Bauarbeiten ein Bild von den neuen Räumen. Die PAZ begleitete ihn bei der Besichtigung mit Kreisbaurat Wolfgang Gemba und Michael Schrader, Leiter des Immobilienwirtschaftsbetriebes.

„Die dringend notwendige Sanierung der Aula ist hervorragend gelungen“, resümierte Einhaus beim Ortstermin mit Schulleiter Dr. Jan Eckhoff. Der Baubeginn 2013 hatte noch während der Sommerferien stattgefunden, doch nach den Sommerferien 2014 war durchgearbeitet worden. „Wir haben die Abiturarbeiten in einem anderen Flügel schreiben lassen, und die Bauarbeiter haben lärmende Arbeiten zurückgefahren“, sagte Dr. Eckhoff. Da habe das Zusammenspiel zwischen Schule, Landkreis und Arbeitern absolut reibungslos funktioniert.

Einhaus betonte, wie wichtig ihm die Investitionen in die Schule sind. „Dazu zählen auch und ganz besonders die Gymnasien, trotz der besonderen Förderung von Integrierten Gesamtschulen im Peiner Land“, sagte der Landrat. So seien in den vergangenen Jahren rund 40 Millionen Euro in die Schulen geflossen - etwa 42,5 Prozent seien den Gymnasien zugute gekommen.

Schulleiter Dr. Eckhoff betonte, wie wichtig die Aula als Raum mit vielen Funktionen für das Schulleben ist. „Wir feiern hier Einschulungen und Entlassungen, es finden Konzerte und Theaterveranstaltungen statt“, sagte er. Einhaus ergänzte, dass auch die Kreismusikschule den neuen Veranstaltungsraum aufgrund der hervorragenden Akustik sicher gern nutzen werde. Kreisbaurat Gemba verwies auf einige Veranstaltungen zum Klimaschutz, die bereits in der alten Aula stattgefunden hatten.

Abschließend sagte Einhaus: „Uns ist es wichtig, dass die Gymnasien ihre Profile stärken können, dafür müssen wir die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellen.“ Dabei sei es vor allem für das Ratsgymnasium wichtig, dass das schuleigene Orchester einen Raum für seine Auftritte hat.

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81,4 Millionen für die Schulen

Der Landkreis Peine hat in den vergangenen zehn Jahren 81,4Millionen Euro in seine Schulen investiert. Dazu zählen Investitionen in die Mensen, Fachräume, aber auch Schulerweiterungen wie an den IGS-Standorten in Peine und Lengede sowie an der Astrid-Lindgren-Schule in Groß Ilsede. Konkret flossen 14,2Millionen Euro in die Mensen und Ganztagsschulen. Für Schulerweiterungen gab der Kreis 23,8Millionen Euro aus und für Fachunterrichtsräume zwei Millionen. Sanierungen für Brandschutz und Barrierefreiheit kosteten 23Millionen Euro. Die Bauunterhaltung kostete 17Millionen Euro. Für Investitionen im Rahmen des KonjunkturpaketsII schoss der Kreis 1,4Millionen Euro hinzu.

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Große Herausforderung bei der Sanierung der Aula des Ratsgymnasiums

Vor allem die Anforderungen beim Brandschutz machten den Umbau und die Komplettsanierung der Aula am Ratsgymnasium dringend erforderlich. Der ursprüngliche Bau stammte noch aus den 1960er Jahren. „Bei den Planungen für die Sanierung mussten wir deshalb auch die aktuellen Vorschriften aus der Versammlungsstättenverordnung berücksichtigen“, sagte Kreisbaurat Wolfgang Gemba.

„Der Brandschutz stellte für uns die größte Herausforderung dar. Denn es war wichtig, für die maximal 375 Besucher und 45Akteure auf der Bühne Fluchtwege zu schaffen“, sagte Michael Schrader, Leiter des Immobilienwirtschaftsbetriebs des Landkreises Peine. So musste zum Beispiel ein Treppenhaus geschaffen werden, das es im Ratsgymnasium bisher so nicht gab. Deshalb wurden Brandschutzwände und feuersichere Türen aus Glas in die Pausenhalle eingezogen. „Allein das kostete rund 65000Euro“, erklärte Schrader.

Gleichzeitig musste ein ganz neuer zweiter Rettungsweg geschaffen werden. Nun führt eine Stahltreppe auf den Pausenhof auf der Rückseite des historischen Gebäudes aus dem Jahr 1913. Da die Aula auch barrierefrei zu erreichen sein musste, wurde ein Fahrstuhl eingebaut. „Der Fahrstuhl erschließt auch den dritten Stock der Schule“, sagte Schrader.

Die Aula selbst erhielt eine Akustikdecke und wirkt heute viel heller und freundlicher. Das werde zum einen erreicht durch die helle Holzoptik der Wände und ein LED-Lichtband in der Decke, das dezent indirektes Licht abstrahlt. Besonders auffallend sind die tropfenförmigen Lampen. „Die Tropfen oder Tränen sollen die Geradlinigkeit der Architektur in der Aula durchbrechen“, sagte Schrader.

Die Aula kann insgesamt 420Gäste fassen. „Entsprechend ist die Zahl der Stühle ausgelegt“, sagte Schrader. Ein erster feierlicher Höhepunkt in dem neuen Raum wird sicher der Schulball des Ratsgymnasiums sein, der im Februar 2016 stattfinden soll.

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