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„Atmet bis in die Füße“

St.-Jakobi-Kantorei „Atmet bis in die Füße“

„Magnificat anima mea dominuuhhhm!“ Ein bisschen mehr „uuhh“ hat Kreiskantor Christof Pannes von seinen fast 100 Schützlingen gefordert, als die St.- Jakobi-Kantorei am Wochenende im Gemeindehaus probte. „Da muss der Ton stehen und nicht nachgedrückt werden“, erklärte er und forderte den Takt gleich noch einmal.

Peine. Immer wieder stimmten die Sängerinnen und Sänger die gleichen Takte an, feilten an Unsauberkeiten und wirkten nicht nur so gut gelaunt wie ihr musikalischer Chef, sondern auch entspannt und konzentriert.

Das „Magnificat“ in der Fassung des englischen Komponisten und Chorleiters John Rutter wurde am Wochenende einstudiert, am kommenden Sonntag ist die Aufführung in St. Jakobi geplant.

Es handelt sich um eine moderne Vertonung mit eingängigen Melodien, mit der Rutter Marias biblischem Lobpreis zu neuer Eindringlichkeit verhilft. Pannes probte mit seinen verschiedenen Chören bisher getrennt, jetzt hat er sie zusammengeführt – die beiden Jugendkantoreien mit den Erwachsenen, die schon in der ersten Stunde der Probe stimmlich beeindruckten.

Pannes fügt das Kunstwerk zusammen

Faszinierend ist dabei, dass die Mehrzahl der Chormitglieder Kinder und Jugendliche sind. „Nachwuchssorgen haben wir nicht“, sagt Pannes und klingt zufrieden. Besorgt ist er allerdings über den schulischen Leistungsdruck, dem die Pennäler seit Jahren ausgesetzt sind. Heute seien die jungen Sängerinnen und Sänger nicht mehr so verlässlich wie in den vergangenen Jahren zum Proben zu motivieren. Neun Schulstunden, umfangreiche Hausaufgaben und Vorbereitungen für Klassenarbeiten seien ungünstige Rahmenbedingungen für gemeinsames Singen. Umso glücklicher wirkt er, dass sich Jugendliche trotzdem aus Freude am Gesang im Chor engagieren. Die Musik werde als attraktiv wahrgenommen und so mancher motiviere auch Freunde zum Mitmachen.

„Atmet bis in die Füße“, forderte er später seine Sänger auf, nachdem er sie zuvor deutlich mit einem „Das kann ich überhaupt nicht akzeptieren“ anspornte. Wie filigrane Mosaiksteinchen fügt Pannes das Gesamtwerk zusammen, eindringlich, aber ohne Druck.

Das überträgt sich auf das Ensemble. Es lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, arbeitet am Klangerlebnis, den Perfektionismus ihres Chefs hat es längst verinnerlicht. Die frischen unbekümmerten Stimmen der Kinder und Jugendlichen verbinden sich mit der Erfahrung der Erwachsenen: Man hört aufeinander. Der Ton muss stehen.

uj

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