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Atemberaubend: Sarah Kaiser

St.-Petrus-Kirche Stederdorf Atemberaubend: Sarah Kaiser

„Du bist ein Geist der Freuden, von Trauern hältst du nichts.“ – Mit Kirchenliedern und Strophen, unter anderem aus dem Werk Paul Gerhardts, begeisterten die Berliner Sängerin Sarah Kaiser und ihre Band rund 170 Besucher in der St.-Petrus-Kirche in Stederdorf. Es war ein auf angenehmste Weise ungewöhnlicher Konzertabend mit spirituellem Tiefgang.

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Ausdrucksstark und stimmgewaltig: Die Berliner Sängerin Sarah Kaiser beim Konzert in St. Petrus.

Quelle: cb

Peine-Stederdorf . Ausstrahlung hat sie, die 35-Jährige mit der atemberaubenden Stimme. Nicht nur wenn sie singt, auch wenn sie spricht. Und so nahm es ihr das Publikum auch nicht übel, dass sie bei der Begrüßung kurzzeitig vergessen hatte, an welchem Ort sie gerade auftritt. „Ich bin gerade auf Tour, aber ich glaube das hier ist Peine, richtig?“

Und wie kommt eine junge Frau eigentlich dazu, die Lieder des Kirchenlieddichters Paul Gerhardt (1607-1676) zu singen? „Ich kann mich mit den Texten identifizieren, ihre Inhalte lassen sich ohne Weiteres von früher auf heute übertragen“, sagt Kaiser. Genauso die Musik, die neu arrangiert in akustischem Soul- bis Jazz-Stil daherkommt.

Dazu diese Stimme, die wohl einmalig ist, mal zart wispernd, trauernd und leise, mal ungestüm, fordernd und rau. Kaiser singt locker über zwei Oktaven, trifft jeden Ton. Sie ist Profi, immer präsent, im Kontakt zum Publikum – und vergisst dabei auch ihre Band nicht. Bei den Soli am Piano (Samuel Jersak), Schlagzeug (David Tröscher) und Bass (Martin Simon) tritt sie dezent beiseite und lässt sie wirken. Ganz nebenbei vermittelt sie die Entstehungs- und

Lebensgeschichte der zur christlichen Verkündigungsgeschichte gehörenden berühmten Liedtexte und ihrer Verfasser.
Der Funke zwischen Publikum und der charismatischen Berlinerin sprang schnell über – schließlich gab es sogar ein gemeinsames Singen. Kaiser teilte dafür je nach Stimmlage in Sopran und Tenor ein. Der gemeinsam dargebotene Refrain gelang überraschend gut, mit hohem Gänsehautfaktor. „Vollmundig und leidenschaftlich“, lobte Pastor Ortwin Brand hinterher. Viele Besucher waren geradezu bewegt, wie man ihren Gesprächen auf dem Nachhauseweg entnehmen konnte.

Kaiser gesellte sich nach dem Konzert und dem Unterschreiben einiger Autogrammkarten sogar noch ins Gemeindehaus zum gemütlichen Beisammensein. St. Petrus bezeichnete sie „als ganz süße Dorfkirche“. Kaiser habe „eine ganz tolle Art auf Menschen zuzugehen“, sagte Ortwin, der das Konzert anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Christlichen Vereins Junger Menschen Stederdorf als „runde Sache“, beschrieb. „Wir wollten uns zum Geburtstag selbst ein Geschenk machen. Das ist uns gelungen“, sagte Henning Könemann vom CVJM.

Ein weiteres „Geschenk“ wurde am Rande des Konzerts mit Sarah Kaiser unverbindlich vereinbart – die Sängerin sagte quasi zu, noch einmal zu einem Konzert nach Stederdorf kommen. Wann steht allerdings noch nicht fest.

mic

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WartenWartenMit Blindheit per Definition geschlagen, dennoch nicht unsichtbar, präsentiere ich mich als unbeachtetes und ungeliebtes Stiefkind zeitgenössischer Literatur.

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