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Armutsquote ist auf 16,6 Prozent gestiegen

Region Peine Armutsquote ist auf 16,6 Prozent gestiegen

Obwohl die Wirtschaft floriert und die Arbeitslosigkeit sinkt, wächst in Deutschland die Armut. Das geht aus dem aktuellen Bericht zur regionalen Armutsentwicklung hervor, den der Paritätische Wohlfahrtsverband in Berlin vorgelegt hat.

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Die Armut in der Region nimmt zu.

Quelle: A

Bundesweit stieg die Armutsquote danach im Jahr 2013 von 15 auf 15,5 Prozent (Niedersachsen: 16,1 %) und damit auf einen neuen Höchststand (PAZ berichtete). In unserer Region (Peine, Braunschweig, Gifhorn, Helmstedt, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg) liegt die Quote bei 16,6 Prozent (Vorjahr: 16 %). Sie landet damit bundesweit auf Rang 55 von insgesamt 95 Plätzen.

Die Geschäftsführerin des Paritätischen in Peine, Heike Horrmann-Brandt, kritisiert: „Die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich nimmt immer größere Ausmaße an.“ Sie warnt mit Blick auf die Zahlen auch vor einer zunehmenden Altersarmut. Immer mehr ältere Menschen würden Hilfe in den Beratungsstellen suchen. Die zunehmende Armut betreffe vor allem auch Alleinerziehende und insbesondere ältere Frauen mit geringer Rente.

Zur Berechnung der Armutsquoten werden Personen in Haushalten gezählt, deren Einkünfte weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens betragen. 2013 lag die so errechnete Armutsschwelle für einen Single-Haushalt in Deutschland bei 892 Euro im Monat und für zwei Erwachsene mit zwei Kindern bei 1873 Euro.

Wie kann die Situation verbessert werden? Horrmann-Brandt erklärt gegenüber der PAZ: „Zuerst einmal müsste der Hartz-IV-Satz für Langzeitarbeitslose von jetzt 399 Euro im Monat auf 485 Euro angehoben werden. Und es muss einen Ganztagsanspruch auf einen Krippen- oder Kindergartenplatz für Arbeitslose sowie eine Grundsicherung für Kinder geben.“

Zur Einordnung: Im Landkreis Peine waren es 10,1 Prozent Langzeitarbeitslose im Jahr 2013 und im Vorjahr 10,3 Prozent. Die meisten Bezieher gibt es in der Stadt.

„Das sind vergleichsweise niedrige Zahlen, die zeigen, dass der Kreis als Optionskommune gut arbeitet, so die Geschäftsführerin.

tk

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