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„Arm juckt, doch ich komme wieder“

Schweinegrippe-Schutz „Arm juckt, doch ich komme wieder“

Hand aufs Herz: Lassen Sie sich gegen Schweinegrippe impfen? Ach, Sie wissen es noch nicht. Ich habe mich jedenfalls gestern von meinem Hausarzt impfen lassen und habe einiges dazu gelernt.

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Ein kleiner Piks mit hoffentlich großer Wirkung: Viele Menschen lassen sich jetzt gegen Schweinegrippe impfen.

Quelle: dpa

Peine. Etwas mulmig ist mir zumute, als ich um 8 Uhr morgens die Peiner Praxis meines Hausarztes Dr. Eckhard Schröder betrete. Ich will mich gegen Schweinegrippe impfen lassen, obwohl viele Freunde davon abgeraten haben. In der Praxis gebe ich mein unterschriebenes Formular ab, dass ich keine Allergien habe und kerngesund bin.

Im gut gefüllten Wartezimmer ist es mollig warm, und ich blättere in einem Boulevard-Magazin, das ausgerechnet über einen Mann berichtet, der angeblich nach der Schweinegrippe-Impfung tot zusammengebrochen ist.

Um 8.10 Uhr werde ich aufgerufen und gehe mutig in den Behandlungsraum. Dort wartet eine freundliche Arzthelferin auf mich, die mich bittet, einen Hemdsärmel hochzuschieben, damit sie in den Oberarm stechen kann. Gesagt, getan: Nach dem Desinfizieren gibt es nur einen kurzen Piks, als die Spritze in die Haut sticht und den Impfstoff Pandemrix injiziert.

8.20 Uhr: Alles ist erledigt, es zieht und juckt nur etwas im Oberarm, auf dem jetzt ein kleines Heftpflaster klebt. Darf ich schon gehen? Nein, zehn Minuten muss man in der Praxis bleiben, weil ich nach der Injektion im schlimmsten Fall einen allergischen Schock erleiden könnte.

Es geht jedoch alles gut und um 8.30 Uhr kann ich mit Dr. Schröder sprechen. Er sagt: „In meiner Praxis gibt es bisher 150 Anmeldungen für die Schweinegrippe-Impfung, und 40 Peiner habe ich bereits geimpft. Es gibt bei mir keinerlei Probleme mit der Impfstoff-Belieferung.“

Der Arzt ist ehrlich: Den Impfstoff Pandemrix hält er wegen seiner Zusatzstoffe wie Quecksilber für nicht ideal – lieber würde er Celvapan spritzen, das keine Zusatzstoffe beinhaltet, jedoch nicht ausreichend erhältlich ist. Außerdem ist es laut Experten möglich, dass eine Impfung mit Pandemrix nicht ausreicht und eine zweite Spritze in drei Wochen nötig wird. „Dann müssen wir alle Geimpften noch einmal anrufen und ein zweites Mal impfen“, sagt Schröder mit einem Achselzucken.

Doch der Mediziner betont: „Trotzdem bin ich der Meinung, dass sich vor allem gefährdete Personen, beispielsweise in der Pflege, gegen die Schweinegrippe impfen lassen sollten.“ So gebe es Schutz vor einer möglichen zweiten großen Grippewelle im Januar. Bei Kindern und schwangeren Frauen lehne er jedoch wegen der möglichen Nebenwirkungen die Impfung ab.

„Wirklich sinnvoll wäre es“, betont Schröder, „wenn es Pflicht würde, dass sich alle Personen jährlich im September gegen die normale Grippe impfen lassen.“ Dann gäbe es insgesamt deutlich weniger Erkrankungen, und man sei einen wichtigen Schritt weiter.

Um 8.40 Uhr verlasse ich mit einem leichten Brennen im Oberarm die Arztpraxis und werde spätestens im September 2010 wieder da sein. Doch jetzt geht es erstmal zur Arbeit in die PAZ-Redaktion...

tk

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