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Archäologische Funde in der Altstadt

Peine Archäologische Funde in der Altstadt

Peine. Bei Ausgrabungen in der Peiner Altstadt hat der Peiner Archäologe Thomas Budde erneut bemerkenswerte Funde zu Tage befördert. Die Arbeiten am Rosenhagen, Werderstraße, Stederdorfer Straße, Breite Straße und Winkel hatten vom Sommer bis zum Herbst vergangenen Jahres gedauert und wurden jetzt detailliert ausgewertet.

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Funde in der Peiner Altstadt (v.l.): Freigelegtes Bohlenwegteilstück am Rosenhagen, im Winkel gefundene Splitter eines Kachelofens aus der Renaissance-Zeit, die Baugrube im Winkel zeigt deutlich die Stadtbrandschicht von 1592, Blick auf ein freigelegtes Erdprofil am Übergang Breite Straße/Querstraße mit historischem Feldsteinpflaster.

Quelle: oh

- Rosenhagen/Werderstraße: Im südöstlichen Kreuzungsbereich wurden bei Reparaturarbeiten zwei alte Wegoberflächen entdeckt: In 1,35 Meter Tiefe lagen auf dem anstehenden Niedermoortorf der früheren Hagenriede-Niederung dicke, sorgfältig verlegte schwarze Eichenbohlen. An einer Stelle waren bearbeitete Rundhölzer eingefügt. Dabei handelt es sich um Überreste der mittelalterlichen Heerstraße nach Celle, die hier verlief, bevor die Katzhagen-Vorstadt (heutiger Rosenhagen) im frühen 17. Jahrhundert angelegt wurde. Darüber hinaus wurde in 1,05 Meter Tiefe ein zweiter Weg aus dünnen Brettern gefunden, der vermutlich aus der Gründungszeit der Katzhagen-Vorstadt stammt.

- Stederdorfer Straße: Vor der Hausnummer 36 wurde in 1,60 bis 1,80 Meter Tiefe erneut eine schwarze Kulturschicht untersucht. Dort entdeckte Budde unter anderem einen Rinderschädel, aber auch einen Mittelfußknochen, der als bevorzugtes Rohmaterial des Knochenschnitzers gilt.

- Breite Straße/Winkel: In der Osthälfte der Breiten Straße wurde im Einmündungsbereich Querstraße 2,30 Meter vor dem Eckhaus Breite Straße 26 (ehemals „Stanze“) der untere Rand einer Siedlungsgrube erfasst, die mit verkohlten Hölzern, wohl Flechtwerk, ausgekleidet war. Auf der anderen Seite der Querstraßen-Einmündung, vor der „Glückauf“-Apotheke, zeigte sich in 1,20 Meter Tiefe ein kleinteiliges Feldsteinpflaster. Dieses frühe Gassenpflaster der hoch- bis spätmittelalterlichen Querstraße reicht bis zu sechs Meter in den Untergrund der Breiten Straße hinein. Dieser Befund beweist, dass die Straßenfluchten der mittelalterlichen Stadt nicht identisch mit der heutigen Stadt sind.

- Winkel: An der Südseite der Gasse „Winkel“ wurde ab 80 Zentimeter Tiefe eine ausgeprägte Brandschuttschicht entdeckt, die möglicherweise vom Stadtbrand von 1592 stammt. Die verheerende Feuersbrunst muss demnach auch im Winkel gewütet haben. An der Seite des ehemaligen Rother-Gebäudes (Breite Straße 32) wurde in 1,17Meter Tiefe ein kleinteiliges Feldsteinpflaster entdeckt.

rd

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