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Arbeitsstunden und Arrest für Flaschenwurf

Menschen vor Gericht Arbeitsstunden und Arrest für Flaschenwurf

Die beiden 17- und 19-jährigen Beschuldigten sahen die Staatsanwältin nur stumm an, als diese ihnen vorwarf: „Ihr wisst nichts Sinnvolles mit eurer Freizeit anzufangen.“ Den Berufsschülern wurde Sachbeschädigung auf dem Gelände der Eichendorffschule in Peine vorgeworfen.

Peine . Die beiden 17- und 19-jährigen Beschuldigten sahen die Staatsanwältin nur stumm an, als diese ihnen vorwarf: „Ihr wisst nichts Sinnvolles mit eurer Freizeit anzufangen.“ Den Berufsschülern wurde Sachbeschädigung auf dem Gelände der Eichendorffschule in Peine vorgeworfen.

Am Nachmittag des 9. August 2009 sollen die jungen Männer eine Bierflasche gegen die Glasfront der Turnhalle und eine PET-Colaflasche gegen eine Wand geworfen haben, wodurch ein Sachschaden entstand, den die Schule beheben musste. Die beiden Beschuldigten bestritten, die Flaschen geworfen zu haben. Die Bierflasche sei kaputt gegangen, als sie mit dem Fußball getroffen wurde. „Die Colaflasche haben wir in Richtung Mülleimer geworfen“, sagte einer der Beschuldigten aus.

Ein Nachbar hatte die jungen Männer auf dem Schulhof beobachtet und sie fotografiert. Dadurch hatte das Gericht zumindest dafür eindeutige Beweise, dass die Berufsschüler mehrfach die Colaflasche an die Wand warfen. Die jungen Männer ließen sich weder von den Fotos noch von den Aussagen des Hausmeisters beeindrucken, der die Schäden beschrieb. Die Staatsanwältin fand deutliche Worte: „Ihr zahlt keine Steuern und beschädigt Eigentum, dass mit Steuergeldern bezahlt wurde.“ Doch die Angeklagten blieben bei ihrer Darstellung.

Der Ältere empfand sogar die Forderung der Staatsanwaltschaft nach 80 Arbeitsstunden zu hoch. Die Quittung für den bislang nicht vorbestraften 19-Jährigen: Die Richterin verurteilte ihn zu 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit.

Der mitangeklagte 17-Jährige muss noch 150 Stunden aus einer anderen Verurteilung ableisten. Bei drei Stellen kam es zu einer unrühmlichen Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses. Einen Täter-Opfer-Ausgleich konnte er daher bislang auch nicht zahlen. Das Gericht verurteilte ihn zu drei Wochen Dauerarrest und einem sozialen Trainingskurs und machte ihm deutlich: „Das ist die letzte Chance für eine Hilfe vom Staat.“

fl

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