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Arbeitslose: Schlecht entwickelte Kinder?

Peine Arbeitslose: Schlecht entwickelte Kinder?

Peine. Faktoren wie Erwerbslosigkeit und Bildungsferne von Peiner Eltern wirken sich negativ auf die Schulfähigkeit ihrer Kinder aus. Das geht aus den gestern vorgestellten Zahlen des Gesundheitsberichts 2014 hervor, die Dr. Sabine Meltzow und Dr. Bettina Kiessling-Klamka zusammengetragen haben.

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Bei der Schuleingangsuntersuchung schneiden Kinder besser ab, deren Eltern zum Beispiel erwerbstätig sind.

Quelle: Archiv (Symbolfoto)

Die Ergebnisse des Themenberichtes wurden mittels des Untersuchungsprogramms „Sophia“ erhoben, das im Rahmen der Schuleingangs- und Kindergartenuntersuchungen vom Kinder- und Jugendärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes durchgeführt worden ist. Für die Schuleingangsuntersuchungen und Entwicklungsdiagnostik für Vierjährige in Kindertagesstätten waren drei Teams bestehend aus vier Ärztinnen, einer Vertragsärztin, vier Assistentinnen und einer Verwaltungskraft zuständig.

Ganz deutlich bei den 1321 durchgeführten Schuleingangsuntersuchungen wurde, dass viele sozial benachteiligte Kinder Probleme mit ihrer Fähigkeitsentwicklung haben, Kinder von gebildeten Eltern hätten weniger mit diesen Problemen zu kämpfen. Als Beispiel führten die Ärztinnen an, dass Kinder von erwerbslosen Eltern oft sprachliche Defizite aufweisen würden. Diese Fehlentwicklung werde unter anderem auch durch überhöhten Medienkonsum verursacht.

Das kam bei der freiwilligen Untersuchung der Entwicklungsdiagnostik von 849 Vierjährigen heraus. „Hier gaben 78 Eltern an, dass ihre Kinder mehr als zwei Stunden am Tag Medien konsumieren, beziehungsweise Fernsehen schauen“, berichtet Meltzow. Das Ergebnis ist erschreckend: Diese Kinder hatten deutlich mehr Probleme mit ihrem Verhalten, ihrer Konzentration oder Sprache, als diejenigen, die zum Beispiel weniger als eine halbe Stunde täglich Fernsehen schauen. Sport wäre hier die bessere Alternative, sind sich die Referentinnen sicher.

Weiterhin untersuchten die Ärztinnen im Berichtszeitraum die Sozialräume der Einschüler im Landkreis Peine. Dabei kam unter anderem heraus, dass Wendeburger Kinder zu 89 Prozent eine Einschulungsempfehlung erhielten, in Peine waren es hingegen nur 71 Prozent. „In den Gemeinden gelingt es unterschiedlich gut, die Kinder in die Aktivitäten der Sportvereine einzubinden“, ist ein Resümee der Referentinnen.

mgb

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