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Arbeitsgericht: Ex-Härke-Mitarbeiter klagen gegen ihre Kündigung

Peine Arbeitsgericht: Ex-Härke-Mitarbeiter klagen gegen ihre Kündigung

Geklagt haben gestern vor dem Arbeitsgericht Braunschweig vier weitere ehemalige Mitarbeiter der Peiner Härke-Brauerei gegen ihr Kündigung. Sie mussten nach der Insolvenz der Firma gehen.

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Die Härke-Braumanufaktur in Peine.

Quelle: mic

Aber die endgültige Entscheidung über die finanzielle Entschädigung der Ex-Angestellten wurde auf einen späteren Zeitpunkt vertagt. Frühestens im September soll im Arbeitsgericht Braunschweig weiterverhandelt werden. In vorherigen Prozessen waren Kündigungen von Ex-Härke-Mitarbeitern schon unwirksam erklärt worden (PAZ berichtete).

Die vier Kläger sollten eigentlich laut dem Insolvenzverwalter nach einem Sozialplan entschädigt werden, der auch vom Betriebsrat unterschrieben worden war. Damit wollten sie sich aber nicht zufriedengeben. Alle hatten viele Jahre in der Peiner Brauerei gearbeitet, einer sogar 40 Jahre.

Insgesamt dreimal unterbrach Richter Lutz Bertram die Sitzung, damit Kläger und Beklagte zu einer Einigung kämen. Doch das gelang nicht. Schließlich unterbreitete Wilfried Ganz, der Peiner Anwalt der Kläger, der Gegenseite einen Vorschlag: Für die Dauer der Kündigungsfrist, also von Februar bis Mai, solle die Braumanufaktur Härke als Rechtsnachfolgerin der Privatbrauerei Härke den Ex-Mitarbeitern die Differenz zwischen dem Arbeitslosengeld und dem zuletzt erhaltenen Nettolohn zahlen. Außerdem sollte ihnen eine je nach Betriebszugehörigkeit gestaffelte Abfindung gezahlt werden. Ganz hält 200 Euro pro Beschäftigungsjahr für angemessen. „Auf diese Weise würde jeder zwischen 7000 und 8000 Euro erhalten“, erklärte der Rechtsanwalt.

Während der gegnerische Anwalt der Insolvenzverwalterin Karina Schwarz signalisierte, dass man mit einer Abfindung einverstanden wäre, jedoch nicht in der genannten Höhe, lehnte man die Zahlung eines Differenzbetrags ab. „Offenbar soll hier kein Beispiel für andere Kläger gegeben werden, und man will Ungerechtigkeiten vermeiden“, vermutete der Richter. Man müsse schließlich auch die Interessen anderer Klägergruppen berücksichtigen. Aber er erinnerte daran, dass die vier Kläger durch die Kündigung in eine schwierige Lage geraten seien. „Bei ihnen steht die Existenz auf dem Spiel“, betonte er.

Die Kläger sind der Überzeugung, dass ihre Arbeitsverhältnisse noch bestehen. Jetzt werden sie mit ihrem Anwalt das weitere Vorgehen absprechen. Während dieser Zeit soll auch die beklagte Partei sich mit dem Vorschlag von Wilfried Ganz befassen.

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