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Arbeitsagentur Peine half 26-Jährigem beim Neustart in die Berufsausbildung

Kreis Peine Arbeitsagentur Peine half 26-Jährigem beim Neustart in die Berufsausbildung

Sie wollen es noch einmal wissen: 18 Frauen und Männer aus dem Kreis Peine im Alter zwischen 25 und 35 Jahren starten mit Unterstützung der Agentur für Arbeit Peine in eine Berufsausbildung. Weitere acht suchen noch nach einem Ausbildungsbetrieb. Sie nutzen das Programm „Ausbildung wird was - Spätstarter gesucht“, das das Bundesarbeitsministerium und die Bundesagentur für Arbeit ins Leben gerufen haben.

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Dirk Scherl (l.) erklärt seinem Azubi Daniel Ruther, wie er sicher mit der Handkreissäge arbeitet.

Quelle: oh

Der 26-jährige Daniel Ruther hat am 1. August seine Ausbildung zum Dachdecker begonnen. Seit einigen Jahren hatte er im Dachdeckerfachbetrieb von Dirk Scherl aus Clauen als Dachdecker-Helfer gearbeitet. Der Betrieb hat sieben Mitarbeiter. „Ich wollte mein Leben neu organisieren“, sagt Ruther. „Als ich im Winter vorübergehend arbeitslos war, schlug mir meine Vermittlerin bei der Arbeitsagentur vor, eine Ausbildung zu machen. Kurz darauf hat mein Chef mich wieder als Helfer eingestellt, und ich habe ihn sofort gefragt, ob er mich auch ausbilden würde.“

Betriebsinhaber und Ausbilder Dirk Scherl erinnert sich: „Ich habe gleich gesagt: Ich traue es Dir zu, die Ausbildung zu schaffen. Daniel ist zuverlässig, packt gut an und die Theorie bewältigt er auch.“ Scherl betrachtet es als Vorteil, dass sein Auszubildender schon älter ist: „Es ist schwer, gute Auszubildende für unseren Beruf zu finden. In Daniels Alter weiß man, worauf es bei der Arbeit ankommt und wie wichtig es ist, sich beider Ausbildung ranzuhalten. Das habe ich bei den Jüngeren oft vermisst.“ Ruthers Kollegen unterstützen ihn bei der Ausbildung. Und neben dem Berufsschulunterricht nimmt er das Angebot der Arbeitsagentur für den kostenlosen Theorie-Zusatzunterricht wahr.

Henrik Steen, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Hildesheim, erläutert: „Wir wollen junge Erwachsene motivieren, einen neuen Anlauf zu einem Berufsabschluss zu nehmen. Das ist sowohl für sie selbst ein Gewinn als auch für die Arbeitgeber.“

In etlichen Branchen seien Fachkräfte extrem knapp, die Unternehmen brauchten dringend zusätzliche Kräfte. Für die Arbeitnehmer bedeute eine Ausbildung einen besseren Schutz vor Arbeitslosigkeit. Außerdem verdienten sie deutlich besser - über das ganze Berufsleben hinweg betrachtet, könnten das bis zu 300 000 Euro sein.

jti

Arbeitsvermittler haben 210 Gespräche mit jungen Arbeitslosen geführt

Kreis Peine. Die Arbeitsvermittler in der Geschäftsstelle Peine haben seit März 210 Gespräche mit jungen Arbeitslosen geführt. Rund 80 Mal hatten die Arbeitslosen bald darauf eine neue Stelle gefunden. Mehr als 60 potenzielle Kandidaten hatten kein Interesse, noch einmal zwei oder drei Jahre lang zu lernen. In einigen anderen Fällen waren die Deutschkenntnisse noch nicht umfassend genug, um eine Ausbildung zu meistern.

„Wir bieten allen Kunden zwischen 25 und Ende 30 ein Gespräch an, um zu klären, ob eine Ausbildung in Frage kommt und ob sie diese erfolgreich abschließen können. Es kommt vor, dass wir Menschen drei-, vier oder fünfmal ansprechen, bis sie den Schritt wagen“, erklärt Henrik Steen, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Hildesheim.

Während der Ausbildung, die in der Regel zwei Jahre, in Ausnahmefällen auch drei Jahre dauert, erhalten die Auszubildenden des Programms „Spätstarter“ monatlich mindestens den Betrag ihres Arbeitslosengeldes. Es wird dann „Arbeitslosengeld W“ (wie Weiterbildung) gezahlt.

Bei einer betrieblichen Ausbildung kann der Auszubildende zusätzlich bis zu 400 Euro von seiner Ausbildungsvergütung behalten.

Hinzu kommt die Übernahme Lehrgangskosten (bei einer schulischen oder überbetrieblichen Ausbildung), Fahrtkosten zum Betrieb beziehungsweise zur Schule, Lernmaterial, Arbeitskleidung, gegebenenfalls Kosten für auswärtige Unterbringung und Verpflegung oder eine zusätzlich erforderliche Kinderbetreuung (die beiden letzteren bis zu einem festgelegten Höchstbetrag).

Die 26 Frauen und Männer im Kreis Peine, die sich zu einer Ausbildung entschlossen haben, lernen technische, handwerkliche, aber auch kaufmännische Berufe und Pflegeberufe.

Einige von ihnen absolvieren eine schulische Ausbildung, etwa in der Altenpflege, als Sozialassistenz oder als Fachinformatiker.

jti

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