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Anschläge in Frankreich: Edemisser in Chaulnes

Edemissen / Paris Anschläge in Frankreich: Edemisser in Chaulnes

Peine. „Unfassbar, erschütternd, unglaublich...“: Karen Drewes fehlen die Worte für das, was sie am Wochenende in Frankreich erlebt hat. Als Vorsitzende des Partnerschaftsverein Edemissen verbrachte sie das Wochenende in der befreundeten Stadt Chaulnes, die rund 120 Kilometer nördlich von Paris liegt. Sie erlebte ein Land im Ausnahmezustand.

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Karen Drewes bei einem Treffen in Frankreich, hier mit Elie Fagoo.

Quelle: dpa (1) / Archiv (1)

„Gespenstisch“, sagt Drewes. Sämtliche Einrichtungen wurden geschlossen, alle öffentlichen Veranstaltungen in der Gemeinde kurzfristig abgesagt.„Wir saßen bei einer befreundeten Familie am Tisch beim Abendessen, als es die ersten Informationen gab“, berichtet Drewes. Doch zunächst sei die Nachrichtenlage wie andernorts „eher diffus“ gewesen. „Als klar wurde, dass offenbar viele Menschen wahllos ermordet wurden, waren alle völlig schockiert. Erst kurz vor den Ereignissen waren die Edemisser am Freitag in Chaulnes angekommen.

Anlass des Besuchs in Frankreich war die jährliche Vorstandssitzung des Partnerschaftsvereins Edemissen. Die Freundschaft zu Chaulnes besteht bereits seit 50 Jahren, man kennt sich, es bestehen viele feste Freundschaften. Mit der Peiner Reisedelegation war auch Olaf Heuer, Jugendwart beim TSV Edemissen, unterwegs. Er wollte sich am Wochenende eigentlich ein Spiel einer Nachwuchsmannschaft ansehen und dabei alte Bekannte treffen, es wurde jedoch abgesagt - wie die meisten anderen Fußballspiele in Frankreich.

„Das Land ist eine regelrechte Schockstarre gefallen, niemand wusste, wie man mit den Ereignissen umgehen sollte, alles war wie gelähmt“, erzählt Heuer. Eine geplante Tour ins Museum in Lens wurde abgesagt, ebenso ein Stadtbummel in Amiens - die Stadt war menschenleer, alle saßen vorm Fernseher, verfolgten die Nachrichten.

„Was ich festgestellt habe, ist, dass die Franzosen die große Anteilnahme aus dem Ausland und insbesondere aus Deutschland beeindruckt hat“, so Heuer. Dass Millionen Profilbilder von Facebook-Accounts die Tricolore (französische Flagge) als Schleier tragen, habe viele Franzosen tief bewegt.

Am Sonntag, auf dem Heimweg aus Chaulnes nach Peine, habe man an der Grenze die international angespannte Situation zu spüren bekommen, berichtet Heuer. „Ein Polizeiaufgebot, dass ich bis dahin nicht kannte. Statt wie bei den zurückliegenden Besuchen die Landesgrenze fast unbemerkt zu passieren, ging es einspurig am Kontrollpunkt vorbei, viele Fahrzeuge, insbesondere aus Belgien wurden herausgewunken und kontrolliert.

mic

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