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Anschippern beim MSC Peine: Schiffsparade auf dem Mittellandkanal

Peine Anschippern beim MSC Peine: Schiffsparade auf dem Mittellandkanal

Peine. Als Hafenstadt hätte Peine wirklich mehr Beachtung verdient! Schlepper, Containerschiffe, Hochsee-Yachten und diverse Spezialschiffe hatten am Wochenende am Mittellandkanal festgemacht.

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Kleine und große Kapitäne des MSC (v.l.) Finn Bergemann, Mirko Riede, Hinrich Heuser und Dan Bussian.

Quelle: rb

Ermöglicht hatten diese Parade die 40 Mitglieder des „Schiffsmodellbauclubs Peine“, die an ihrer Anlegestelle am Mittellandkanal zum „Anschippern“ eingeladen hatten und ab jetzt jeden Samstag ab 14 Uhr dort zu treffen sind und sich auch über Gäste freuen.

Obwohl die maßstabsgetreu und detailverliebt ihren Originalen nachempfundenen Modelle unbemannt und von weit reichenden Funkfernsteuerungen wie an unsichtbaren Schnüren gezogen auf dem Mittellandkanal ihre Kreise zogen, sind für deren Reeder zumindest Grundkenntnisse im Schwimmen nicht von Nachteil.

Denn wenn beispielsweise der zwölfjährige Hinrich Heuser aus Vöhrum als Eigner sein Stromaufsichtsboot „Wespe“ zu Wasser lässt, muss er sich schon weit hinabbeugen. Das Modell hatte der Club bereits zur Verschrottung freigegeben. „Ich hab es dann sozusagen aus dem Mülleimer gezogen und wieder aufgebaut“, berichtet der Club-Junior, der seine Leidenschaft von der Modell-Eisenbahnschiene auf die Wasseroberfläche verlegte.

In seiner heimischen Werft ist ein Seenotrettungskreuzer in Bau, ein schmuckes Lotsenboot schmückt bereits die Phalanx der ausgestellten Schiffsmodelle. Darin glänzt unter anderen Hans-Dieter Pepernys „Christin-Katrin“ - eine Pracht-Yacht von anderthalb Metern Länge.

Die Modellbau-Leidenschaft beginnt meist früh und endet mit dem Ableben: jüngstes Clubmitglied ist der siebenjährige Finn Bergemann, der schon als Zweijähriger Papa Renèa Rennboot-Leidenschaft verfallen ist.

Inzwischen jagt er seinen Flitzer mittels Fernsteuerung lässig über den Kanal, während Seenotrettungskreuzer „Theodor Storm“ mühelos mit den Wellen kämpft, die ein eben vorübertuckernder echter Schubverband verursacht und das Martinshorn eines auf ihn zusteuernden Polizei-Modellbootes geflissentlich überhört.

Seine Jungfernfahrt hat das Rennboot von Christian Hergesell noch vor sich. Was der von einem Methanol-Öl-Gemisch betriebene Motor so hergibt, weiß er noch nicht: „Bisher kennt das Boot nur das Wasser in meiner Badewanne“ sagt er und lacht.

Ob Waschzuber oder Mittellandkanal: Solide Handwerkskunst ist für das Hobby ebenso erforderlich wie Kenntnisse in Elektronik und auch ein gewisses finanzielles Polster. Für eine glückliche Kindheit ist es also nie zu spät.

uj

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