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Anneliese Köpke: „Ich habe noch so viel Kraft in mir“

Peine Anneliese Köpke: „Ich habe noch so viel Kraft in mir“

 „Ich fühle mich genauso wie früher. Ich habe noch so viel Kraft in mir“, erzählt Anneliese Köpke - und dass, obwohl sie im Rollstuhl sitzt.

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Anneliese Köpke sitzt an ihrem Lieblingsplatz.

Quelle: va

Peine. Sie wohnt im Seniorenheim an der Sundernstraße in Peine und feiert heute ihren 100. Geburtstag.

Köpke blickt auf viele Stationen ihres Lebens zurück. Geboren wurde sie am 5. Dezember 1914 in Hannover in einer Privatklinik. „Mein Vater war sehr bewegt von meinem plötzlichen Erscheinen.“ Und doch seien sie nachher ein Herz und eine Seele gewesen. „Als ich drei Jahre alt war, habe ich meinen Vater zum ersten Mal gesehen“, berichtet Köpke.

Ihre Schulzeit verbrachte sie an einer Mädchenschule in Frankfurt/Oder. Dorthin sei ihr Vater versetzt worden. Später sei er dann mit der Familie nach Insterburg in Ostpreußen gezogen. Dort schloss Köpke am 30. September 1931 die Oberschule mit der Obersekundarreife ab. Ein Jahr später besuchte sie die Haushaltsschule Wöltingerode. „Im Jahr 1933/34 habe ich als landwirtschaftlicher Lehrling in der Heide bei Lüneburg gearbeitet“, schildert Köpke.

Später ist ihr Vater mit der Familie nach Breslau gezogen. „Ich habe den Umzug geschmissen, weil meine Mutter nicht konnte.“ In Breslau arbeitete ihr Vater als Dezernent bei der Reichsbahn. Köpke machte von 1937 bis 1939 eine Ausbildung in einem Fotografenbetrieb, die sie mit einer Gesellenprüfung ablegte.

Ihre Kinder- und Jugendzeit beschreibt sie als „interessant“, „vielseitig“ und „harmonisch“. In der Schule sei sie immer so mitgekommen. Die englische Sprache lag ihr sehr. „Ich war intelligent, künstlerisch begabt und sehr musikalisch.“ Sie spielte Klavier, Geige und Akkordeon.

Von 1940 bis 1943 arbeitete sie als fotografische Gehilfin im Atelier Klett in Breslau. In den Jahren 1942 bis 1945 war sie Lichtbildmeisterin an der Technischen Universität in Breslau. Ein eigenes Lichtbildstudio hatte sie von 1946 bis 1968 in Hannover. Dazwischen besuchte sie die Handelsschule Buhmann. Von 1968 bis Ende 1975 arbeitete sie als Verwaltungsangestellte an der Technischen Universität in Hannover.

Ein Höhepunkt in ihrem Leben war die Hochzeit am 23. April 1976. Sie heiratete in Berlin Horst Köpke, der als kaufmännischer Angestellter bei den Berliner Verkehrsbetrieben arbeitete. „Ich war zuerst sehr zögerlich und habe mich mit meiner Tante beraten.“ Ihr Mann habe ihr die Welt gezeigt, sie seien viel verreist, berichtet Köpke.

In den Folgejahren ist sie mehrmals umgezogen, unter anderem nach Bad Wörishofen. Am 16. April 2012 ist dann ihr Ehemann gestorben. Sie ist im Mai desselben Jahres nach Peine, in den Wohnpark an der Sundernstraße gezogen. Dort hat sie ein kleines Einzelzimmer mit Bett, Tisch und Fernseher. Sie guckt am liebsten Springreiten, aber auch Dokumentationen über Geografie. Außerdem rätselt sie und liest Bücher mit einer Lesehilfe. „Ich fühle mich hier ganz wohl“, sagt Köpke. Sie ist wunschlos glücklich.

va

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