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Anklage fordert neun Jahre Freiheitsstrafe für 25-Jährigen

Peine Anklage fordert neun Jahre Freiheitsstrafe für 25-Jährigen

Staatsanwalt Johannes Aue hat in seinem Plädoyer Freiheitsstrafen von neun Jahren beziehungsweise sieben Jahren für die beiden Haupttäter gefordert, die im März einen 23-Jährigen stundenlang in einer Peiner Wohnung festhielten und misshandelten, um die PIN seiner EC-Karte von ihm zu erpressen. Die beiden 25 und 27 Jahre alten Brüder sollten außerdem zur Drogentherapie im Maßregelvollzug untergebracht werden, so der Staatsanwalt in der gestrigen Verhandlung am Hildesheimer Landgericht.

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Auf der Anklagebank: Das Bild zeigt drei der mutmaßlichen Täter und ihre Anwälte.

Quelle: bar

Peine. Der 25-Jährige sei der Initiator der Tat gewesen, der ältere Bruder habe sich dessen Vorhaben aber angeschlossen, als er das Opfer gewaltsam an der Flucht hinderte. Er sei entsetzt gewesen, als er von dem Geschehen hörte, so Staatsanwalt Aue: „Ich dachte, so etwas gibt es in Peine nicht.“

Die vier übrigen Angeklagten seien der Beihilfe schuldig. Sie sollten zu Freiheitsstrafen zwischen zehn Monaten und zwei Jahren verurteilt werden, in drei Fällen noch ausgesetzt zur Bewährung.

Rechtsanwalt Henning Sonnenberg als Vertreter des Nebenklägers schloss sich den Anträgen an. Er sehe bei den Brüdern „ein unglaubliches Maß der Verrohung“. Sie hätten sich verhalten wie Folterknechte. Die übrigen Angeklagten seien zu feige gewesen einzuschreiten. Die Plädoyers der sechs Verteidiger sollen heute gehört werden.

Der psychiatrische Gutachter Axel Wentzel sah bei beiden Tätern die Voraussetzungen für eine Unterbringung gegeben. Beide konsumieren seit ihrer Teenagerzeit verschiedene Drogen. Cannabis habe schon im Elternhaus zum Alltag gehört, der Vater war Alkoholiker.

Die Schuldfähigkeit der Angeklagten sei aber nicht erheblich eingeschränkt gewesen, so Wentzel. Besonders der 25-Jährige sei die Drogen gewöhnt gewesen und habe Mengen konsumiert, die für andere tödlich wären. Bei zwei weiteren Angeklagten hielt der Sachverständige eine stationäre Therapie für angezeigt.

Die sechs Angeklagten zwischen 21 und 30 Jahren sind alle mehrfach vorbestraft, vier waren schon in Haft, keiner von ihnen hat eine Ausbildung beendet.

bar

• Am Mittwoch plädieren die Verteidiger. Für die Urteilsverkündung wird noch ein weiterer Termin anberaumt.

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