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Angst vor Wolfhund unbegründet: „Elsa ist kuschelig“

Hund oder Wolf? Angst vor Wolfhund unbegründet: „Elsa ist kuschelig“

Die Hohenhamelnerin Daria Mathiaszyk ist stolze Besitzerin eines Saarlooswolfhundes. Allerdings hat sie es nicht immer einfach mit ihrer Elsa - das wolfsähnliche Aussehen ihrer Hündin sorgt immer wieder für Aufsehen.

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Verwechslungsgefahr: Die Saarlooswolfhündin Elsa sieht einem Wolf sehr ähnlich.

Quelle: Julian Stratenschulte

Kreis Peine. Ohne Halsband darf Elsa nicht mehr frei herumlaufen, denn dann fürchten sich manche Menschen. Sie glauben, dass Elsa ein Wolf ist - dabei ist sie ein Hund, wie Mathiaszyk erzählt. Die knapp fünfjährige Weggefährtin ist nämlich ein Saarlooswolfhund - ein großes Tier, dessen Körperbau, Gang und Fell einem Wolf ähneln.

Seit Mathiaszyk ihrer Elsa bei Spaziergängen eine orangefarbene Warnweste anzieht, haben sich die Reaktionen geändert. „Die Faszination ist noch da, aber die Leute haben keine Angst mehr“, erzählt die 30-Jährige. „Es sprechen mich aber immer noch viele Leute an.“

„Saarlooswolfhunde sind ganz anders als andere Hunde“, sagt Mathiaszyk. „Man kommt nur mit viel Liebe und Geduld weiter.“ Mit Druck erreiche man bei dieser Rasse nichts. „Sie sind unglaublich einfühlsam, sensibel und kuschelig. Für mich sind es die perfekten Hunde“, sagt die Studentin, die zum zweiten Mal einen solchen Hund besitzt, der nicht bellt, sondern ähnlich wie ein Wolf heult.

Dass Elsa so viel Aufmerksamkeit erregt, findet Mathiaszyk anstrengend. Sobald sie mit ihrer Hündin unterwegs ist, tuscheln die Leute oder drehen sich nach ihr um. Pro Spaziergang werde sie mindestens zehn Mal angesprochen, sagt sie. „Guck mal, der sieht aus wie ein Wolf“, höre sie ständig. Und immer öfter: „Ist das ein Wolfhund?“

Übrigens: Seit immer mehr Wölfe durch deutsche Wälder streifen, häufen sich auch vermeintliche Wolfsichtungen, die aber in Wahrheit Hundesichtungen sind, wie eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums in Berlin berichtet. Aber: „Eine bundesweite Übersicht über solche vermeintlichen Wolfsichtungen gibt es nicht“, sagt sie.

In Kassel alarmierten im vergangenen April beispielsweise mehrere Verkehrsteilnehmer die Beamten, weil sie auf einer Straße angeblich einen Wolf gesehen hätten. Auch die Polizisten trauten ihren Augen kaum, wie die Polizei mitteilte. Schnell stellte sich aber heraus, dass es sich nicht um einen Wolf, sondern um einen ausgebüxten Hund handelte.

Etwas Ähnliches ist auch Elsa widerfahren, die es jüngst in eine Zeitung geschafft hat. Als die Hündin bei einem Besuch bei Mathiaszyks Eltern in Sehnde bei Hannover auf dem Hof herumlief, wurde sie von einem Autofahrer fotografiert. Der Mann schickte das verschwommene Bild an die Redaktion, die es im Zuge eines Artikels über Wolfsichtungen veröffentlichte. Mathiaszyks Eltern entdeckten das Bild und informierten die Tochter, die das Missverständnis aufklärte.

dpa/mgb

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