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Angelika Bresler und ihre Nachbarn kämpfen gegen Müllberge

Peine Angelika Bresler und ihre Nachbarn kämpfen gegen Müllberge

Telgte. Angelika Bresler und ihre Nachbarn am Saarlandring in Telgte sind sauer. Grund ist die Wertstoffinsel in Höhe des Bahnübergangs, die ständig von Müll überquillt.

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Haben die Nase voll (v.l.): Angelika Bresler, Rainer Bresler, Ulrike Welge, Gisela Bresler sowie Steffen und Jennifer Schultze.

Quelle: jti

Und dabei handelt es sich nicht nur um Wertstoffe: „Farbeimer, Sondermüll, Tüten mit Fleischresten und Hausrestmüll, Möbel, Spülen, Teppiche und vieles mehr stapelt sich dort vor den Containern“, zählt Bresler auf.

„Wir kämpfen schon eine ganze Zeit dagegen an und haben uns auch an die Abfallwirtschaft A+B gewandt, die die Insel nun täglich reinigt“, sagt Bresler (siehe Text unten). „Aber die Leute kommen nachts und in den frühen Morgenstunden teilweise mit Autos vorgefahren, um ihren Müll einfach abzuladen. Und wenn wir jemanden ansprechen, werden wir noch beschimpft.“ Ihr Nachbar Steffen Schultze ergänzt: „Der Müll wird sogar mehr, weil die wissen, dass er täglich abgeholt wird.“

Mit dem Müll kommen auch die Ratten. „Sie laufen durch die Gärten und über Terrassen, sogar im Vogelhäuschen habe ich welche gesehen“, schildert Bresler. Schultze und seine Frau Jennifer haben zwei fünf und zwei Jahre alte Kinder: „Unbeaufsichtigt wollen wir sie im Garten gar nicht mehr spielen lassen.“

Aktuell seien der Stadt Peine keine Beschwerden bekannt, erklärt Sprecherin Stephanie Axmann. „In der Vergangenheit gab es jedoch Hinweise auf den Reinigungs-Zustand der Wertstoffinsel. Der Mangel wurde anschließend an A + B weitergeleitet. In Einzelfällen kommt es vor, dass Wertstoffinseln gelegentlich überfüllt sind. Nach entsprechenden Hinweisen und Kontrollen bessert sich die Situation in der Regel“, so die Sprecherin.

„Die Stadt Peine wird den Bereich durch den Ordnungsaußendienst, auch im Rahmen der Spätkontrollen, in der nächsten Zeit kontrollieren. Die Meldung über angeblich gesichtete Ratten wird an eine beauftragte Fachfirma weitergeleitet“, kündigt Axmann an. Da die Verursacher nicht bekannt seien, könne kein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren eingeleitet werden. Axmann weiter: „Hilfreich wäre seitens der Beschwerdeführer die Nennung der Personen oder Kennzeichen, soweit sie bekannt sein sollten. Die Beschwerdeführer müssen anschließend als Zeuge einer Ordnungswidrigkeit zur Verfügung stehen.“ Eine Verlagerung der Wertstoffinsel macht nach Auffassung der Stadt keinen Sinn. „Das Problem würde sich voraussichtlich nur verlagern. Andererseits würden sich Anwohner dann beschweren, dass die Wertstoffinsel dort nicht mehr vorhanden ist.“

jti

Olaf Eckardt: „Wertstoffinsel mit größtem Vermüllungsgrad“

Peine. Beim Abfallwirtschaftsbetrieb A+B sind die Müll-Probleme bekannt: „Die Wertstoffinsel Saarlandring/Hannoversche Heerstraße gehört zu den Top Ten mit dem größten Vermüllungsgrad“, erklärt A+B-Geschäftsführer Olaf Eckardt. Die Insel könne frei angefahren werden und sei nicht einsehbar, sodass hier die soziale Kontrolle fehle.

Mittlerweile reinigt der Inselservice den Standort täglich. „Es handelt sich um wilde Ablagerungen von Rest-, Sperr-, Biomüll und Gelben Säcken auf der Wertstoffinsel. Aber auch die Altpapier-Container werden falsch befüllt, sodass der Inhalt oft genug als Restmüll entsorgt werden muss. Die hier aufgestellten Altkleider-Container haben darüber hinaus die höchste Fehlwurfquote.“ Bei Leerung der Altkleider-Container werde der Restmüll-Anteil vor Ort aussortiert und vom Inselservice noch am gleichen Tag abgeholt.

„Die Tendenz ist steigend bei der Vermüllung von Wertstoffinseln. Da A+B alles reinigt, wird dies quasi als Freibrief gesehen, weiterhin Restmüll abzulagern“, schildert Eckardt das Problem. Es seien nicht nur Plätze außerorts betroffen, sondern auch innerörtlich mit hohem Kundenverkehr. „Die Kollegen waren vor Ort auch Anfeindungen ausgesetzt, wenn sie Verursacher bei der Tat darauf ansprachen“, erläutert Eckardt. „Ist der Verursacher bekannt, kann diese Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro geahndet werden.“

Die Schließung solcher Inselstandorte werde bei A+B bereits diskutiert und wäre dann im Einzelfall mit den betroffenen Gemeinden sowie der Stadt abzustimmen.

jti

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