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Angekommen in Peine: „Wir haben hier ein neues Zuhause gefunden“

Syrische Familie dankt für Hilfe Angekommen in Peine: „Wir haben hier ein neues Zuhause gefunden“

Eine gute Nachricht zu Weihnachten für die Familie Alo aus Syrien: Sie hat jetzt sogar eine eigene Wohnung in Peine bekommen. Doch bis dahin war es ein weiter, beschwerlicher und vor allem gefährlicher Weg, den die siebenköpfige Familie hinter sich gebracht hat.

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Haben in Peine eine neue Heimat gefunden (v.l.): Delil, Messut, Vater Ali, Mutter Haifa und Kamal Ado.

Quelle: Kathrin Bolte

Peine. Vor rund zwei Jahren begann die Flucht von Vater Ali in Syrien. „Es war nicht nur der Krieg, der die Entscheidung zu gehen beeinflusste. Es war vor allem meine Krebserkrankung. In der Heimat hatte ich keine Chance, behandelt oder gar gesund zu werden. Also entschieden wir, dass ich versuche, nach Deutschland zu gelangen. Das war keine einfache Entscheidung“, berichtet er. Die Flucht gelang. Ali kam über Jordanien und Serbien nach Deutschland und landete in München. Seine Krebsbehandlung begann, zog sich allerdings hin. „Es dauerte viel länger als wir dachten und so flüchtete auch meine Frau Haifa mit unseren fünf Söhnen mit Booten nach Deutschland.“

Die Familie landete in Peine. Doch Vater Ali war inzwischen in Bremen angekommen. Getrennt und voller Angst, was die Zukunft bringt, begann das Leben in Peine. „Schnell aber wurde uns geholfen. Der Landkreis, die Stadt Peine und die Caritas unterstützten eine Familienzusammenführung in Peine“, erinnert sich Haifa. „Das ist gar nicht so einfach“, erklärt Sozialarbeiter Zeydan Dolasir vom Flüchtlingsstab der Stadt. In Peine zog die Familie recht schnell in die Unterkünfte am Lehmkuhlenweg und besuchte Deutschkurse.

Heute leben Alos in ihrer eigenen Wohnung mitten in Peine. „Wir sind sehr dankbar. Auch für unsere Nachbarn, die uns mit offenen Armen empfangen haben und uns sehr unterstützen“, sagt Ali. „Die Integration ist schwer, aber im Gange. Meine Söhne lernen Instrumente, sind Fußballer oder Boxer und sprechen jeden Tag ein bisschen besser Deutsch. Wir schauen zuversichtlich in die Zukunft und sind sehr dankbar, in Peine eine neue Heimat gefunden zu haben.“

Das Weihnachtsfest feiern die Jesiden zwar nicht, doch auch an diesen Tagen spielt die Familie eine sehr große Rolle. „Wir sind Teil einer Großfamilie mit fast 50 Personen und fast alle sind im Landkreis Peine untergekommen. Das hilft uns sehr, das Zurücklassen der Heimat zu ertragen“, sagt Ali.

Zum Schluss des Gesprächs spielt Ali eine Stück auf der Sas. Es handelt von Liebe, Sehnsucht und Erinnerungen - von der Heimat, die für die Familie nicht mehr existiert, die sie aber immer noch liebt. Mindestens genau so sehr wie die neue Heimat, die Alos in Peine gefunden haben, versichert Haifa.

bol

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