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Angeklagter sagte Gerichtstermin per Handy ab: Richterin erließ Haftbefehl gegen Lengeder

Peine Angeklagter sagte Gerichtstermin per Handy ab: Richterin erließ Haftbefehl gegen Lengeder

Peine. Die Beweisaufnahme ist noch nicht abgeschlossen, aber Richterin, Staatsanwältin und Jugendschöffen konnten sich am Peiner Amtsgericht bereits gestern ein erstes Bild von den Geschehnissen in Lengede in jener Nacht Anfang September 2012 machen. Nach ersten Zeugenaussagen hatten sich drei junge Männer über einen anderen hergemacht und ihm massive Verletzungen zugefügt. Anklage: schwere Körperverletzung.

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Hier wurde verhandelt: Amtsgericht Peine.

Quelle: A

Ungewöhnlich gestaltete sich der Verhandlungsbeginn: Durch seinen Mitangeklagten ließ der dritte Angeklagte - ein Lengeder - per Handy mitteilen, dass er verhindert und nicht zu Hause sei. Die Richterin hätte ihn sonst von der Polizei abholen lassen und verordnete zunächst eine Pause, um ihm noch eine Chance zum persönlichen Erscheinen zu geben. Doch auch die nahm er nicht wahr, und die Richterin sprach wie angekündigt einen Haftbefehl aus.

Die 22 und 18 Jahre alten Angeklagten aus Braunschweig gaben an, seinerzeit vor einer Disco in Lengede mit dem 20-jährigen Peiner in Streit geraten zu sein, bis der den kräftigeren 22-Jährigen plötzlich mit einem Faustschlag niedergestreckt haben soll. Daraufhin hätten die beiden Mitangeklagten den 20-Jährigen zu Boden geschleudert. Nachdem der kräftigere 22-Jährige sich auf ihn gesetzt hatte, traktierte er dessen Gesicht und Oberkörper mit Faustschlägen. Er sagt aus, der 18-jährige Mittäter hätte das Opfer derweil in die Seite getreten, was der jedoch bestreitet.

Der Geschädigte schilderte, wie er mit der Abwehr der Schläge war, während er von beiden Seiten schmerzhafte Tritte in die Seite, die Nieren, Oberschenkel und Hüfte erhielt. Auch sei er gewürgt worden - und bei seinen Abwehrbemühungen habe ihn der 22-Jährige kräftig in die Hand gebissen, wie auch das ärztliche Gutachten bestätigt.

Als „total die liebe Seele“ bezeichnete die Ex-Freundin den 20-Jährigen, der seinerzeit mit erschreckenden Blutergüssen und Wunden bei ihr aufgetaucht sei. Im Krankenhaus kam es wieder zu einer Begegnung mit den Peinigern, wobei sich der ältere auf Veranlassung seines Vaters bei dem Verletzten entschuldigte. „Das war aber deutlich, dass es nicht von Herzen kam“, sagte die Buchhalterin.

hui

  • Die Verhandlung wird am 1. August fortgesetzt.
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