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Angeklagte gestehen Überfälle auf Netto-Märkte

Telgte / Stederdorf Angeklagte gestehen Überfälle auf Netto-Märkte

Hildesheim. Die drei jungen Männer waren Freunde, zwei von ihnen „wie Brüder“. Jetzt sitzen die beiden 22-Jährigen und ein 19-Jähriger auf der Anklagebank im Hildesheimer Landgericht. Sie sollen im April zwei Netto-Märkte in Stederdorf und Telgte überfallen haben. Die Angeklagten sind geständig. Doch die Rolle des Ideengebers schieben sie sich gegenseitig zu.

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Im Gerichtssaal: Zwei der Angeklagten (Zweiter von links und ganz rechts) mit dem Dolmetscher sowie ihren Anwälten.

Offenbar spielte bei der Auswahl der Märkte eine Rolle, dass einer der 22-Jährigen bei Netto eine Ausbildung gemacht hat und sich somit etwas auskannte. In den betroffenen Filialen hatte er allerdings nicht gearbeitet.

Die Täter flogen auf, weil sie es bei ihrem zweiten Überfall versäumten, wie beim ersten Mal das Autokennzeichen abzuschrauben. Eine Mitarbeiterin merkte sich die Nummer.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Fahrzeughalters fand die Polizei Masken, Brechstange und Waffe. Er war schnell geständig und nannte die Namen der Mittäter. Diese bestritten ihre Beteiligung zuerst, räumten vor Gericht aber ein, dabei gewesen zu sein.

In einem silbernen Peugeot waren die drei am 4. April zum ersten Tatort gefahren. Der Fahrer schaute erst nach, ob noch Kunden im Markt wären, dann ging er mit seinem gleichaltrigen Freund hinein. Der Jüngste wartete draußen. Die beiden anderen maskierten sich mit Sturmhauben, nahmen eine Schreckschusspistole - ihren Angaben zufolge ungeladen - und eine Brechstange mit.

Damit schüchterten sie die beiden Angestellten ein, ließen sich den Tresor öffnen und erbeuteten rund 12.000 Euro. Die Beute wurde durch drei geteilt.

Auf dem Schützenfest, für Klamotten oder in der Spielhalle hätten sie ihren Anteil ausgegeben, sagen zwei der Männer. Der dritte hatte zuerst erklärt, er habe das Geld für sein Kind gebraucht. Vor Gericht führte er an, er sei verschuldet gewesen und spielsüchtig. Allerdings hatte er auch seinen Peugeot gegen einen Mercedes getauscht. Und sein Freund erklärte, von einer Sucht habe er nichts bemerkt.

Am 25. April machten sich die drei im Mercedes erneut zu einem Überfall auf, diesmal in Telgte. Der Fahrer blieb draußen, der Jüngste ging dafür mit hinein. Über die Rollenverteilung hatte es vorher Streit gegeben, berichteten die Männer. Wie beim ersten Mal ließen sie sich den Tresor öffnen, in diesem Fall erbeuteten sie rund 2000 Euro.

Die Angeklagten entschuldigten sich bei den Angestellten. Doch einer der Netto-Mitarbeiter wollte keine Entschuldigung hören. Er war schon 2013 Opfer eines Raubüberfalls geworden und leidet inzwischen so unter Ängsten, dass er seit April krankgeschrieben ist. Die Verhandlung wird fortgesetzt.

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