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Angeklagt: 57-jähriger Peiner soll ein Hochstapler sein

Gericht Angeklagt: 57-jähriger Peiner soll ein Hochstapler sein

Wegen Betruges und Urkundenfälschung steht derzeit ein 57-jähriger Peiner vor dem Amtsgericht Peine. Der mehrfach Vorbestrafte soll seine Lebensgefährtin (57) unter Vorspiegelung falscher Tatsache um Geld geprellt und den Landkreis mit einem gefälschten Anwaltsschreiben um knapp 900 Euro betrogen haben.

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Das Amtsgericht Peine.

Quelle: A

Die Peinerin war auf der Suche nach der großen Liebe, als sich der Beschuldigte auf ihre Zeitungsannonce meldete. Er habe weltmännisch und charmant gewirkt, schilderte die Peinerin. „Ich habe mich in ihn verliebt.“ Doch vieles über den Angeklagten wusste sie nicht: Der Mann, dem sie schnell Vertrauen schenkte, habe ihr erzählt, acht Jahre in Namibia als Aufbauhelfer gearbeitet zu haben. Eine Lüge. Er saß diese Zeit in Haft wegen sexueller Nötigung und Freiheitsberaubung.

Auch mehrfacher Betrug steht in der Vita des Angeklagten - erzählt habe er stattdessen von einer Harvard-Professur sowie einer Anstellung als persönlicher Mitarbeiter des Landesbischofs. Das schilderten die 57-Jährige und ihr Schwager vor Gericht. „Angeblich hatte er auch regelmäßig Kontakt mit Frau Merkel und vor der UNO gesprochen. Das kam mir alles komisch vor“, so der Schwager.

Der Angeklagte bestritt einen Großteil der Vorwürfe. Er habe nie Bargeld von seiner Lebensgefährtin erhalten. Auch seine Haftzeit habe er nicht verschleiert. „Ich habe ihr von Anfang an erzählt und ihr auch einen Zeitungsartikel gezeigt, der über ein Gerichtsverfahren veröffentlicht wurde. Ich galt als Hochstapler, das wusste sie.“

Es stimme jedoch, dass die Geschädigte drei Überweisungen an Einrichtungshäuser für ihn übernommen habe. „Ich hatte nach der Haft noch kein Bankkonto. In bar konnte ich die Bestellungen ja nicht zahlen.“ Das Geld habe die 57-Jährige zurückbekommen - durch eine Überweisung vom Landkreis, die sich der Angeklagte erschlichen hatte: Es ging um ein Darlehen für eine Mietkaution. Das war vom Kreis - berechtigterweise - bewilligt worden. Doch statt das Geld zweckbestimmt zu verwenden, ließ er es an seine Lebensgefährtin überweisen. Und fälschte dafür ein Schriftstück seines langjährigen Anwalts. „Die Geschichte ist eine einzige Katastrophe. Ich schäme mich dafür“, so der Angeklagte.

Die Verhandlung wird am Montag fortgesetzt.

js

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