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Anbaden am Gefrierpunkt

Eixer See Anbaden am Gefrierpunkt

Klirrende Kälte, eisiger Wind – und unerschrockene Kinder, die sich im Wasser tummeln. Wegen des großen Andrangs musste gestern beim Eisbaden der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft am Eixer See sogar im Zwei-Schicht-Betrieb geplanscht werden.

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Die "Badesaison" wurde gestern mit 18 Unerschrockenen eröffnet.

Quelle: Isabell Massel

Peine. Eine rote Wollmütze ragt über die Fluten. Im Hintergrund wird feiner Schnee über die geschlossene Eisdecke gewirbelt. Ringsum stehen weitere Badegäste mit Frotteemantel, Neopren-Stiefeln und Badehose. Gemeinsam mit 18 Unerschrockenen eröffnete Martin Fickert, erster Vorsitzender der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Peine, gestern die Badesaison.

Neben dem Bootsanleger der Wachstation war dafür ein etwa zwei mal zwei Meter großes Loch ins Eis des Eixer Sees gesägt worden: „Wir haben die Öffnung gestern Abend schon vorbereitet“, sagt Fickert. „Man darf dabei keinen Krach machen, um die Fische nicht aufzuschrecken. Deshalb nehmen wir statt einer Kettensäge eine Ytong-Säge.“

Die Idee hinter dem frostigen Badespaß ist laut Fickert einfach: „Unsere Mitglieder treffen sich hauptsächlich im Sommer. Um den Kontakt auch in der kalten Jahreszeit zu halten, haben wir uns das Eisbaden als gemütliches Beisammensein ausgedacht.“

Bei den wagemutigen Anbadern handelte es sich jedoch nicht nur um Mitglieder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Unter anderem waren auch Isolde Müller und Sandra Coblenz vom Eisbader-Verein „Ferchländer Schwäne“ aus Sachsen-Anhalt dabei.

„Wir sind vor einer Weile nach Hämelerwald gezogen, und pendeln immer noch zum Eisbaden nach Ferchland. Dann haben wir durch die Ankündigung in der PAZ erfahren, dass es so etwas hier auch gibt“, sagt Isolde Müller.

In diesem Jahr konnten sich die Schwimmer nach dem Eisbad übrigens nicht einmal auf eine heiße Dusche freuen: „Seit gestern ist leider die Heizung kaputt“, erklärt Fickert. Aber im Grunde sei das nicht schlimm. „Wichtig ist, dass man sich schnell abtrocknet, trockene Klamotten anzieht und sich nicht in den Wind stellt“, sagt Fickert. „Ich hatte nach dem Eisbaden noch nie einen Schnupfen.“

Abschließend warnte der Rettungsschwimmer jedoch davor, sich zu weit auf den Sees hinaus zu wagen. Das Eis sei erst acht bis zehn Zentimeter dick und damit noch nicht tragfähig.

André Ziegenmeyer

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