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„An den Schaden haben wir in dem Rausch gar nicht gedacht“

Peine „An den Schaden haben wir in dem Rausch gar nicht gedacht“

Peine. Vier Jugendliche aus Peine mussten sich jetzt vor dem Peiner Schöffengericht verantworten. Sie waren im März vergangenen Jahres in das Ratsgymnasium, die Burgschule, den Kindergarten St. Elisabeth und die Räume des Caritas-Verbandes eingebrochen und richteten dort erheblichen Sachschaden an, während die Beute eher dürftig war.

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Zu einem Urteil kam es allerdings nicht. Die Verhandlung musste wegen Befangenheit eines Schöffen - er war in einer der Einrichtungen beschäftigt - vertagt werden.

In einer Nacht im März 2013 schlugen die vier Täter das Fenster einer Herrentoilette im Peiner Ratsgymnasium ein, hebelten in der Schule mehrere Türen und Spinte im Lehrerzimmer auf und entwendeten einen Laptop, zwei Computermäuse und eine Festplatte. Sachschaden: 5000 Euro. Weiter ging der Raubzug in die benachbarte Burgschule, in der sie ebenfalls einen erheblichen Sachschaden von rund 5000 Euro hinterließen. Die Beute: eine Taschenlampe, vier Batterien und einen Korrekturroller.

Im Kindergarten St. Elisabeth erbeuteten die Jugendlichen einen Laptop und eine Laptoptasche - und hinterließen auch hier einen Sachschaden von 6000 Euro. Im Gebäude der Caritas erbeuteten sie drei Laptops sowie Film- und Fotozubehör. Sachschaden: 5000 Euro. Erst dann konnten die Täter durch die Polizei gestoppt werden.

Vor Gericht waren alle vier Angeklagten geständig. „Wir waren auf Geld aus“, sagte einer der Jugendlichen. Ein anderer: „An den Sachschaden, den wir anrichten, haben wir in dem Rausch gar nicht gedacht. Dass der so hoch ist, damit haben wir nicht gerechnet“.

Die Peiner sind bereits einschlägig vorbestraft. Die Liste ist lang: Diebstahl, Sachbeschädigung, sexueller Missbrauch, Betrug, Körperverletzung, Erwerb und Besitz von Betäubungsmitteln, Leistungserschleichung, Raub, Trunkenheit im Verkehr, Unterschlagung - kaum ein Delikt fehlt in der Vita der Angeklagten, von denen einige inzwischen einer Tätigkeit nachgehen, andere stationär untergebracht sind.

Zu einer Verurteilung kam es bei der Verhandlung allerdings zunächst nicht. In einer Verhandlungspause stellte sich heraus, dass ein Schöffe in einer der Einrichtungen beschäftigt ist - er wurde damit für befangen erklärt. Ein neuer Termin für die Verhandlung steht noch nicht fest.

bol

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