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Amtsgericht: Serieneinbrecher aus Peine muss in Haft

Gericht Amtsgericht: Serieneinbrecher aus Peine muss in Haft

Peine. Vier Jahre lang lebte ein Peiner (31) unter falschem Namen in Berkum - wegen einer abzuleistenden Haftstrafe war er auf der Flucht. In dieser Zeit wurde der Drogenabhängige zum Serieneinbrecher, verschaffte sich unter anderem Zutritt zu 13 Ein- und Mehrfamilienhäusern. Wegen dieser und weiterer Taten stand er gestern vor dem Schöffengericht in Peine.

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Wie auf diesem Symbolbild brauchte der Peiner (31) nur ein einfaches Hilfsmittel: Statt eines Holzkeils reichte ihm bereits ein Stück Plastik, das er aus einer Flasche ausgeschnitten hatte.

Quelle: Archiv

Allein die Verlesung der Anklage dauerte 20 Minuten: 13 Fälle des Wohnungseinbruchdiebstahls, zehnfacher besonders schwerer Diebstahl und zweifacher Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz im Zeitraum zwischen April und Oktober 2011 wurden dem Peiner zur Last gelegt. Im Gegenzug für ein umfassendes Geständnis traf die Staatsanwaltschaft eine Absprache mit dem Angeklagten, der schon bei seiner Festnahme alle Taten zugegeben hatte - auch solche, die ihm sonst nur schwer nachzuweisen gewesen wären. Bei seiner Festnahme hatte er gegenüber den Polizisten sogar geäußert: „Endlich ist es vorbei, endlich haben sie mich.“

Denn: Wegen der Einfuhr von Betäubungsmitteln war er 2008 zu einer Haftstrafe verurteilt worden - doch statt sie anzutreten war er geflüchtet und hatte Jahre lang unter falschem Namen in Berkum gelebt. Der Cannabis-Süchtige („Wenn ich einen Tag nichts hatte, ging es mir so wie Leuten, die Heroin brauchen“) wurde zum Serieneinbrecher, um sein Leben zu finanzieren.

Ob Bohrmaschine, Geldbörse, Waschmittel oder 9-Millimeter-Pistolenkugeln: Was immer der 31-Jährige bei seinen Einbrüchen in die Finger bekam, nahm er mit. „Ich habe meist im Flur gegriffen, was schnell zu greifen war“, schilderte er. Insgesamt zu 13 Wohnungen, deren Haustüren jeweils nur zugezogen waren, verschaffte er sich mithilfe eines einfachen Hilfsmittels Zutritt: „Ich habe die Türen immer mit einer Plastikkarte geöffnet, die ich aus einer Cola-Flasche ausgeschnitten hatte.“ Auch verschaffte er sich mehrfach Zutritt zu Kellerräumen, um dort zu stehlen, und er baute in der eigenen Wohnung Cannabispflanzen an.

Das Schöffengericht urteilte: zwei Jahre Haft ohne Bewährung. Die vorstehende Richterin: „Sie waren von Anfang an geständig. Aber die Taten zeugen von einer ganz gehörigen kriminellen Energie.“ Weiter: „Es gab sicherlich einen ganz erheblichen Suchtdruck, der sie dazu gebracht hat. Wir glauben Ihnen, dass sie die Taten bereuen. Mögen Sie ihr Leben in den Griff bekommen.“

js

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