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Amtsgericht: Bewährungsstrafefür Peiner Brandstifterin

Gericht Amtsgericht: Bewährungsstrafefür Peiner Brandstifterin

Peine. Weil sie im vergangenen Jahr ihr eigenes Haus angezündet hatte, wurde nun eine Peinerin vom Schöffengericht am Amtsgericht verurteilt: Zwei Jahre Haft auf Bewährung wegen schwerer Brandstiftung in Tateinheit mit Versicherungsmissbrauch.

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Quelle: A

Immer wieder habe es wegen des vermieteten Zweifamilienhauses Probleme gegeben, schilderte die angeklagte Peinerin vor Gericht. „Die Mieter haben immer wieder nicht gezahlt und das Haus verwohnt. Wir mussten oft renovieren und viel Geld investieren.“ Das habe auch ihre Ehe massiv belastet. Bei der Suche nach einer Lösung sei ihr die „glorreiche Idee“ gekommen, die diesbezüglichen finanziellen Probleme zu beenden. Der Plan: „Ich hatte mehrere Kanister Ethanol gesehen, die von einem Mieter waren. Ich weiß nicht, wie ich auf die Idee kam, das passt gar nicht zu mir. Ich habe dann erst einmal geguckt, ob das Haus auch wirklich leer ist“, erläuterte die Angeklagte weinend und voller Reue.

Dann habe sie sich einen Blaumann und Gummihandschuhe angezogen und damit begonnen, das Ethanol im Obergeschoss zu verteilen. „Als ich dann das Feuerzeug angemacht habe, kam es sofort zu einer Explosion“ - das Ethanol hatte Gase gebildet, die verpufften. „Ich stand sofort in Flammen. Meine Schuhe haben gebrannt, mein Gesicht, der Blaumann“ - doch anstatt spätestens dann aufzugeben, flüchtete sie zunächst trotz schwerer Verletzungen aus Peine.

Erst Wochen später ging sie zur Polizei und gab die Brandstiftung nach anfänglichem Zögern in vollem Umfang zu. Dieses Geständnis bewahrte die Angeklagte vermutlich vor einer Haftstrafe. Das Schöffengericht verurteilte die Peinerin zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren wegen schwerer Brandstiftung in Tateinheit mit Versicherungsmissbrauch.

Die vorsitzende Richterin betonte im Urteilsspruch: „Wir glauben ihnen ohne Probleme, dass sie die Tat aufrichtig bereuen. Sie haben am eigenen Leib erfahren, wie gefährlich das war. Lebenskrisen wird man immer bewältigen müssen - aber nicht so.“ Die Peinerin verzichtet auf das Einlegen von Rechtsmitteln und nahm das Urteil an.

js

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