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Amtsgericht: 18-jähriger Flüchtling stach mit Messer zu

Zwei Wochen Arrest und 100 Sozialstunden Amtsgericht: 18-jähriger Flüchtling stach mit Messer zu

Für die Richterin war der Angeklagte kein Unbekannter: Ein 18-jähriger Syrer musste sich vor dem Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

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Verhandelt wurde vor dem Amtsgericht in Peine.
 

Quelle: Archiv

Peine.  Vorgeworfen wurde ihm, im Februar einen schlafenden Mitbewohner in der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft im Unternehmenspark mit einem Messer attackiert zu haben. Der junge Syrer beteuerte seine Unschuld – ohne Erfolg. Das Gericht verurteilte ihn zu zwei Wochen Dauerarrest sowie 100 Sozialstunden.

Für die Richterin war der Angeklagte kein Unbekannter: Ein 18-jähriger Syrer musste sich vor dem Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Vorgeworfen wurde ihm, im Februar einen schlafenden Mitbewohner, in der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft im Unternehmenspark, mit einem Messer attackiert zu haben. Der junge Syrer beteuerte seine Unschuld – ohne Erfolg. Das Gericht verurteilte ihn zu zwei Wochen Dauerarrest sowie 100 Sozialstunden.

Das war passiert: Im Februar hatte der Syrer die Flüchtlingsunterkunft im Unternehmerpark bewohnt. Am Vorabend des Tattages soll es mit einem weiteren Bewohner und dem späteren Opfer zu einem Streit gekommen sein. Am frühen Morgen des Folgetages soll der 18-Jährige dann mit einem Obstmesser vor dem Bett des 26-jährigen Bewohners gestanden haben. Während dieser geschlafen hat, stach der Angeklagte mehrmals auf ihn ein. Das Opfer musste daraufhin im Krankenhaus versorgt werden. Der Angeklagte sagte zu Beginn der Verhandlung, dass er sich selbst an den Vorfall nicht erinnern könne, da er zu dem Zeitpunkt eine große Menge an Drogen konsumiert haben will. Der zum damaligen Zeitpunkt vor Ort gewesene Polizeibeamte widerlegte jedoch diese Aussage im Zeugenstand: „Er hatte keine Ausfallerscheinungen, war freundlich und wirkte ganz klar auf mich.“

Der 18-jährige Syrer saß nicht zum ersten Mal auf der Anklagebank – in jüngster Vergangenheit musste er sich bereits wegen gemeinschaftlichen Diebstahls, aber insbesondere wegen unerlaubten Drogenbesitzes in mehreren Fällen vor Gericht verantworten. Eine Urinprobe einige Tage vor der Verhandlung ergab erneut einen positiven THC-Wert „Das beweist, dass er noch immer am Konsumieren von Cannabis ist und wohl unbelehrbar scheint“, so die Richterin.

Seit Oktober 2015 lebt der in Damaskus geborene Syrer in Deutschland, aktuell wohnt er in der Flüchtlingsunterkunft am Lemkuhlenweg.

Die Richterin folgte dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft und verurteilte den Angeklagten zu zwei Wochen Dauerarrest und 100 Sozialstunden. Zuvor pochte der Syrer noch auf eine psychische Untersuchung. Er habe öfters Aussetzer, wie auch am besagten Tatmorgen.

Weder Richterin, noch Betreuer oder Staatsanwaltschaft sahen einen Anlass für das Gutachten. „Meines Erachten ist das eine reine Show von ihm. Ich glaube ihm nicht, dass er sich nicht an die Tat erinnern kann“, so die Richterin bei der Urteilsbegründung. Sie befürchtete: „Außerdem glaube ich auch nicht, dass wir uns das letzte Mal hier gesehen haben.“

Von Anna Gröhl

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