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Amoklauf in München: Peiner fassungslos und traurig

Peine Amoklauf in München: Peiner fassungslos und traurig

Peine. Tag drei nach dem Amoklauf in München - und viele Deutsche sind noch immer geschockt von der unfassbaren Gräueltat. Am Tatort trauern noch immer zahlreiche Menschen um die Verstorbenen, in Peine herrscht ebenfalls Fassungslosigkeit.

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Die ersten Schüsse fielen bei McDonalds, zwei Tage später erinnert ein Blumenmeer an die Gräueltat in München.

Quelle: dpa (2)

Jetzt haben sich hiesige Politiker und die Sprecherin des Kirchenkreises Peine zu Wort gemeldet: Sie bekunden ihr Mitgefühl für alle Opfer und Hinterbliebenen.

Freitagnachmittag in München: Zahlreiche Bürger besuchen nichtsahnend das Olympia-Einkaufszentrum und erledigen ihre Besorgungen, bis auf einmal vor dem McDonald‘s-Restaurant Schüsse fallen. Massenpanik bricht aus. Schreie. Entsetzen. Weitere Schüsse im Einkaufszentrum. Neun Menschen sterben - größtenteils Jugendliche. Um 20 Uhr der nächste Schrecken: Eine weitere Leiche wird ganz in der Nähe gefunden. Es handelt sich um den Amokschützen, einen 18-jährigen Deutsch-Iraner.

„Auch wenn diese Tat kein Terrorangriff, sondern der Amoklauf eines offenbar gestörten Einzeltäters ist, bleibt sie brutal und infam und für die Betroffenen schrecklich“, sagt Bürgermeister Michael Kessler. „Man kann versuchen, den Zugang zu Waffen zu verschärfen - verhindern können wir solche Taten nicht.“ Diese Meinung teilt auch die Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann (CDU). Sie ist der Überzeugung, dass solche Handlungen unberechenbar seien und man sich davor wenig schützen könne: „In der nächsten Zeit sind viele große Konzerte geplant. Es wäre jetzt falsch aus Angst keins zu besuchen.“ Allerdings erachtet sie es für wichtig, künftig öffentliche Plätze mit Kameras zu überwachen. „Menschen haben einfach das große Bedürfnis nach Sicherheit. Das hätte in diesem Fall nichts mit bespitzeln zu tun“, sagt sie.

Übrigens: So eine ähnliche Straftat hat sich auf den Tag genau vor fünf Jahren in Norwegen auf der kleinen Insel Utøya ereignet. Damals tötete ein Amokläufer unter anderem 69 Menschen eines Feriencamps. „Vermutlich herrscht hier ein Zusammenhang“, mutmaßt der Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil (SPD). „Aber das ist nur Spekulation.“

Landrat Franz Einhaus wünscht sich „extreme Entwicklungen von Personen“ frühzeitig zu erkennen. Eine Idee dazu hat Pahlmann, sie fordert mehr Schulpsychologen, um „im Vertrauen das Gespräch zu suchen.“

Besonders beeindruckt sind alle Peiner Politiker von der „nächtlichen Leistung der Sicherheitskräfte, die in vorausschauender Organisation alles Denkbare getan haben“, wie Kessler sagt. Einhaus ist hingegen besonders berührt von der Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander. „Das ist ein gutes Zeichen, dass wir uns auch in schwierigen Momenten unterstützen“, sagt er.

Um unter anderem auch dieses positive Wir-Gefühl zu fördern, wird auch in den kommenden Peiner Messen der Amoklauf wesentlicher Bestandteil sein. Dr. Nicole Laskowski, Sprecherin des Kirchenkreises Peine, sagt: „Es macht mich fassungslos, was in den vergangenen neun Tagen in der Welt passiert ist - Nizza, die Türkei, Würzburg und jetzt München. So viele unschuldige Menschen, die ihr Leben verloren haben und noch mehr Angehörige, die mit der Trauer umgehen müssen. Wir beten für alle Opfer und ihre Angehörigen, aber auch für die Rettungskräfte, Polizisten und Notfallseelsorger, die ihren wertvollen Dienst so zuverlässig geleistet haben.“

Sie wünscht sich, dass die Peiner nicht die Hoffnung an das Gute verlieren und resignieren. „Indem man seine bisherige Lebensweise einschränkt oder gar aufgibt, spielt man den Attentätern in die Hände. Stattdessen müssen nun alle gemeinsam die freiheitlich-demokratische Grundordnung Deutschlands verteidigen und für christliche Werte eintreten“, sagt Laskowski.

mgb

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