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Altes Krankenhausgelände: „Noch nie erlebter Kahlschlag“

Peine Altes Krankenhausgelände: „Noch nie erlebter Kahlschlag“

Peine. Der Peiner Biologe Professor Hans Oelke ist entsetzt: „Auf dem ehemaligen Kreiskrankenhausgelände sind kürzlich in rüdester Form fast 100 alte, mehr als 100-jährige Linden, Eichen, Buchen, Kastanien und Birken weggesägt worden.“

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Altes Krankenhausgelände am Sundern: Der Peiner Biologe Professor Hans Oelke übt scharfe Kritik an den Baumfällungen.

Quelle: pif

Nach der Rückkehr von einem mehrmonatigen Forschungsaufenthalt in Südindien sah er „einen bisher in meinem Leben hier in Peine noch nie erlebten Kahlschlag“, schildert Oelke. „Selbst die herrlichen Altbäume am Rand der westlichen Mauer zu den Kammerwiesen sind liquidiert worden.“

Er frage sich, ob die Altbäume im Bebauungsplan nicht gesondert ausgewiesen seien. Könne den Interessenten für die dort geplanten Wohnungen nicht Natur geboten werden? Oelke verweist auf die USA, wo prächtige Häuser in Pinien-, Eichen- und Hickory-Wäldern stehen. Oelke: „Warum sind die Umweltverbände und der Naturschutzbeauftragte des Kreises nicht vor und bei der Abholzaktion hinzugezogen worden?“

Weil die Planierraupen den Boden verdichtet hätten, sei zu befürchten, dass die große Erdkrötenpopulation im Boden erstickt ist. Aus dem benachbarten Herzberg wanderten die Kröten bereits, „am alten Krankenhausgelände ist es tot“. Es stimme ihn traurig, dass die restlichen Altbäume im Südteil für weitere Baumfällungen rot gekennzeichnet sind. „Diese Bäume müssen zum Ausgleich der eingetretenen Zerstörung erhalten bleiben“, fordert Oelke.

Der Landkreis Peine will das Gelände an ein Unternehmen verkaufen, das dort in zunächst zwei Bauabschnitten acht Häuser mit insgesamt 96 Wohneinheiten plant (PAZ berichtete). Der Investor hat die Bäume in Absprache mit dem Landkreis gefällt. Zu den Vorwürfen teilt Kreissprecher Henrik Kühn mit: „Wir werden Herrn Professor Oelke mitteilen, dass die Arbeiten auf dem alten Krankenhausgelände unter Einhaltung der Belange des geltenden Bebauungsplans und naturschutzrechtlicher Aspekte erfolgen.

jti

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