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Alte Schuhe auf neuen Wegen

Kreismuseum Alte Schuhe auf neuen Wegen

Besucher des Kreismuseums können dieser Tage eine ganz neue Erfahrung machen: Was zum Teil seit 20 Jahren an Ort und Stelle ist, finden Gäste heute nicht wieder – oder zumindest an ganz anderer Stelle. Bauphase eins des neuen Museumskonzeptes ist damit abgeschlossen. Wann der nächste Teil folgt, ist offen wegen Geldmangels.

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Museumsleiterin Dr. Ulrika Evers in der Bergmanns-Küche aus den 20-Jahren, die jetzt Teil der Industrie-Ausstellung im ehemaligen Vortragsraum ist.

Quelle: pif

Kreis Peine. Sie ist weg: Die Industrie-Ausstellung im Peiner Kreismuseum mit dem markanten Bergbaustollen gleich gegenüber der Information ist verschwunden. Dafür ist dort jetzt ein heller Raum für Sonder-Ausstellungen oder Vorträge. Etwa 400 Quadratmeter bietet der Raum an der Stederdorfer Straße.

„Der Großteil der Industrie-Ausstellung ist verpackt und eingelagert“, sagt Museumsleiterin Dr. Ulrika Evers. Einige Exponate werden das Bergbaumuseum im Lengeder Rathaus ergänzen. Die Lore zum Beispiel, die schon dort ist oder die Dahlbuschbombe, die noch hinzukommt. Die Stahlstelen stehen im bisherigen Vortragsraum im ersten Stock des Kreismuseums. Bei knapp 150 Ausstellungsstücken reichen die 80 Quadratmeter Platz nicht aus. Daher finden sich auch im Kreishaus einige Stelen.

Theater als Geschenk

Von den einst 150 Stelen sind nicht mehr alle vorhanden, weil Leihgaben inzwischen zurückgegeben worden sind. „Auch der Landrat hat eine Stele in seinem Büro, es ist die Goldene Uhr, der Hinweis darauf, wie die Zeit vergeht“, verrät Dr. Evers. Weitere Stelen, die noch im geheimen Magazin des Kreismuseums stehen, sollen auf die Gemeinden verteilt werden.

Die Stele mit dem Helm der Johanna von Orleans vermacht das Kreismuseum dem Kulturring, der den Helm in den Peiner Festsälen ausstellen will. Das Prunkstück trug einst Anna Meyer-Glenk. Ihr Mann Wilhelm Meyer war Aufsichtsratsvorsitzender von Walzwerk und Ilseder Hütte. Er hatte seiner Frau das Theater zum Geschenk gemacht.

In Phase zwei soll die Industrie-Ausstellung ins Dachgeschoss des Museums wandern. In den ehemaligen Vortragsraum wird dann die Museumspädagogik untergebracht. Gleichzeitig hat Dr. Evers ein wenig umgeräumt. Die Handwerker-Ausstellung zum Beispiel ist aus dem Foyer verschwunden. Dort ist jetzt eine Schuh-Ausstellung zu sehen. „Wir hatten bis in die 70er-Jahre in Peine die Schuhfabrik Siems, an die wir zum Beispiel erinnern“, sagt sie.

Vor den Kaufmannsladen kommt eine Küche der 50er-Jahre. „Damit will ich einen Vorgeschmack auf die geplante 50er- und 70er-Jahre-Ausstellung geben“, sagt Dr. Evers. Wegen der Finanzlage des Landkreises seien die Planungen aber vorerst auf Eis gelegt.

Verwirklicht worden ist noch der Raum für die Sonder-Ausstellungen. „Dort will ich Kunst-Aktionen anbieten“, sagt Dr. Evers. Der Raum soll genauso für Veranstaltungen von Firmen zur Verfügung stehen, die ihre Feiern oder Präsentationen einmal anders gestalten wollen.

Thorsten Pifan

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