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Als Autofahren noch etwas Besonderes war

11. Peiner ADAC-Classic 2017 Als Autofahren noch etwas Besonderes war

Früher war Autofahren etwas Besonderes. Aber auch heutzutage kann es noch so sein. Und so verströmten bei der „11. Peiner-ADAC Classic 2017“, veranstaltet vom Motor-Sport-Club Peine im ADAC, betagte Karossen das Aroma goldener automobiler Epochen.

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Besitzerstolz: Friedrich Tonne und sein Lloyd Alexander TS.

Peine. 32 dieser liebenswürdigen, in Ehren gealterten aberimmer wieder kosmetisch gelifteten und nahezu auf Neuzustand getrimmten Schätzchen aus verschiedenen Jahrzehnten automobiler Freiheit waren auf dem Parkplatz am Ratsgymnasium am Start, um von dort aus auf einem 120 Kilometer langen Rundkurs gemütlich durch das Peiner Land zu zuckeln.

Obwohl das Erdgeschoss des Ratsgymnasiums einem exklusiven Fahrerlager glich, war von Konkurrenzdenken nichts zu spüren. Gefachsimpelt wurde, bereitwillig die auf Hochglanz gebrachten Auto-Eingeweide präsentiert und gelegentlich ein bisschen Staub mit einer Unterarmbewegung vom makellosen Lack gewischt.

Um Geschicklichkeit und Teamfähigkeit statt um Geschwindigkeit geht es bei dem Fahrvergnügen. Eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometer ist das Höchste der Fahrgefühle, auch zum Vergnügen der Passanten. Denn wo beispielsweise Horst und Dorothees Naymowas „Pontiac „Big Six Convertible“, Baujahr 1931, den Fahrtwind vor sich herschiebt, ist er zweifellos ein visueller Faszinationspunkt. Über das Sechs-Zylinder-Cabrio mit vier Litern Hubraum und markanter Hupe, das sich an betuchte Käuferschichten wandte, ranken sich diverse Anekdoten.

Ähnlich auffällig, wenn auch nur mit 27 PS aus einem halben Liter Hubraum, kommt Friedrich Tonne aus Wolfsburg mit seinem „Lloyd Alexander TS“, Baujahr 1960, daher. Der ehemalige Rennfahrer hat der Ehefrau des verstorbenen Eigentümers vor 20 Jahren aus Mitleid den Kleinwagen aus den Wirtschaftswunderjahren abgenommen und ihm ein Gnadenbrot zugesagt. Inzwischen sind Auto und Fahrer unzertrennlich.

Da geht es mit Uwe Meinbergs Senior-Mercedes 300 aus den frühen 1950ern bedächtiger und komfortabler zu: Das Herz des Eigentümers schlägt für die Luxuskarosse mit 160 PS, die er vor 15 Jahren in einer Zeitungsanzeige zufällig entdeckt hat. Zum Fahren ist das Modell eigentlich viel zu schade – um die 2000 Kilometer jährlich sei der Auto-Liebhaber damit unterwegs. Manchmal nehmen auch Hochzeitspaare im großzügig bemessenen Fond auf den gepflegten Originalpolstern Platz.

Und dann räuspern sich die Anlasser, Motoren brummen, bellen auf, scheppern: Die Ausfahrt beginnt und ab jetzt ist Autofahren etwas ganz Besonderes…

Von Ulrich Jaschek

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