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Alarmierende Studie über Pestizide im Grundwasser

Peine Alarmierende Studie über Pestizide im Grundwasser

Kreis Peine. Das Grundwasser im Peiner Land ist insbesondere in den landwirtschaftlich geprägten Gebieten mit Rückständen von Pestiziden belastet. Das geht aus einer aktuellen Studie des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hervor.

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Ein Landwirt fährt mit einer Dünger- und Pestizidspritze über ein Feld.

Quelle: dpa

Der Wasserverband Peine, der die lokalen Wasserwerke in Wehnsen und im Burgdorfer Holz betreibt, bestätigte gestern den Nachweis der Pflanzenschutzmittel Bentazon und Chloridazon. Die Messergebnisse hätten jedoch innerhalb der Grenzwerte gelegen.

Entwarnung gibt die Sprecherin des Wasserverbands, Sandra Ramdohr, für die Verbraucher: „Das Trinkwasser erfüllt die strengen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung. Das Trinkwasser kann also ohne weitere Aufbereitung genossen werden.“ Dieser Auffassung ist auch der NLWKN. Sprecher Joseph Hölscher bezeichnete die Belastung des Grundwassers allerdings als „nicht tolerierbar“. Die bislang uneingeschränkt hohe Qualität des Trinkwassers könne in Gefahr geraten, wenn es keinen Kurswechsel beim Einsatz von Pestiziden gebe. Dabei sieht Ingenieur Michael Wittemann, Technischer Leiter beim Wasserverband, auch Land, Bund und die Hersteller der Pflanzenschutzmittel in der Pflicht.

Der Wasserverband fordert effektive Kontrollen von Ausbringungsverboten und die Förderung von Wasserschutzmaßnahmen. Geschäftsführer Olaf Schröder kritisierte in einem gestern Abend gesendeten Bericht im NDR-Fernsehen die aktuelle Zulassungspraxis für Pflanzenschutzmittel, nach der Rückstände von 0,1 Mikrogramm pro Liter Wasser zulässig sind: „Es muss eine Null im Grundwasser erreichbar sein“.

In der Zulassungsbehörde für Pflanzenschutzmittel, dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Braunschweig, lehnt man eine Änderung der aktuellen Regeln ab. „Wenn wir keine Pflanzenschutzmittel im Grundwasser wollen, dann hätten wir das mit unsicherer Produktion von Nahrungsmitteln zu bezahlen “, sagte Martin Streloke, Abteilungsleiter für Pflanzenschutzmittel, in dem NDR-Bericht.

Bei eigenen Untersuchungen des Wasserverbands stehe derzeit insbesondere der sogenannte Metabolit Desphenylchloridazon im Fokus. Dieser sei auch im Trinkwasser, das aus fünf Förderbrunnen gewonnen wird, nachweisbar: in Wehnsen mit 2,1 Mikrogramm/Liter (Mikro und im Wasserwerk Burgdorfer Holz 0,27 Mikrogramm/Liter.

Der Pestizidabsatz in Deutschland ist laut dem Bundesamt von 28 930 Tonnen im Jahr 1993 auf 43 765 Tonnen im Jahr 2013 gestiegen.

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