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Aktionstag zum Thema Barrierefreiheit

Peine Aktionstag zum Thema Barrierefreiheit

Peine. Wie barrierefrei ist Peine? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Lebenshilfe Peine-Burgdorf, der Verein Peiner Lebenshilfe und der Behindertenbeirat im Rahmen eines bundesweite Aktionstages der Aktion Mensch.

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Aktionsteilnehmer (v.l.): Kai-Olaf Franz, Nike Schmitz, Jennifer Funke, Julian Drozdziol, Hartmut Schatz und Brigitta Schubert.

Quelle: Michael Lieb (mic)

„Einfach für alle - Gemeinsam für eine barrierefreie Stadt“ lautete das Motto. Auf dem Markplatz gab es einen Informationsstand. Der Kreis Peine stellte seinen „Bus der Begegnung“ als Anlaufpunkt zu Verfügung.

Um es vorweg zu nehmen: Die Aktionsteilnehmer attestieren Peine nur eine mittlere Barrierefreiheit. „Es gibt vieles, das schon sehr gut läuft, aber auch einiges, das verbessert werden könnte“, sagte Brigitta Schubert von der Lebenshilfe. Beurteilt wurde nach subjektiven Eindrücken.

Menschen mit Behinderung, Senioren, Schüler und Migranten bildeten Teams, um die Barrierefreiheit Peines unter die Lupe zu nehmen, und besuchten dafür Geschäfte, Restaurants und öffentliche Einrichtungen.

Dass etwa beim Landkreis Peine Infoblätter, Anträge oder auch Formulare nicht so leicht verständlich sind, befand Teilnehmerin Nike Schmitz (23). Kai-Olaf Franz (33), der im Rollstuhl sitzt, hat festgestellt, dass viele öffentliche Einrichtungen noch gar keine oder nur teilweise Automatik-Türen haben. Diese Probleme kennt auch Julian Drozdziol (33). Er sucht gerade eine barrierefreie Wohnung in Peine, etwa 70 Quadratmeter groß, findet aber keine.

Hartmut Schatz vom Behindertenbeirat des Landkreises Peine sagt: „Wir bekommen auch immer wieder Hinweise aus dem Bereich Verkehr.“ Einige Busse und Bahnen böten nur eingeschränkte Barrierefreiheit beziehungswiese Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten. Für Blinde oder Sehbehinderte seien zudem die Informationsmöglichkeiten über Fahrpläne und Abfahrtzeiten stark eingeschränkt, ergänzte Schmitz. Ansagen gebe es „leider immer weniger“.

Schubert resümierte: „Alles unter einen Hut zu bringen, ist auch nicht einfach.“ Ein Bordstein etwa könne für einen Blinden mit Stock hilfreich sein, wohingegen er für einen Rollstuhlfahrer ein unüberwindbares Hindernis sei.

Der Aktionstag wurde begleitet von Tanz- und Bewegungsaktionen der Lebenshilfe-Kitas. Interessierte konnten an einem Städtequiz teilnehmen. Die Ergebnisse fließen an die Aktion Mensch zurück, die später eine Städtebewertung veröffentlichen will.

mic

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