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Akrobatische Tanzschlacht

Breakdance in Peine Akrobatische Tanzschlacht

Fulminante Tanzeinlagen, laute Musik und jede Menge Spaß für die 60 Teilnehmer und etwa 450 Besucher: Die Breakdance-Schlacht „Big Benefiz“ am Samstagabend in der Peiner Silberkamp-Halle war ein großer Erfolg.

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Tanzen für ein guten Zweck.1748 Euro kamen bei der Breakdance-Schlacht in der Peiner Silberkamphalle.

Quelle: Isabell Massel

Peine. Ein wenig erinnert die Szenerie an das Musical West Side Story. Genau wie in dem Stьck von Leonard Bernstein stehen sich am Samstagabend in der Silberkamp-Halle zwei Gruppen von Jugendlichen gegenüber und versuchen, eine bessere Tanz-Performance hinzulegen als die „Gegner“. Nur geht es in Peine ein gutes Stück akrobatischer zur Sache.

Denn die Veranstaltung unter dem Namen „Big Benefiz“ ist ein sogenanntes „Breakdance Battle“ – eine Art Schlacht im besonderen Breakdance-Stil. Die Tanzform ist in den frühen 1970er-Jahren entstanden und ist Teil der musikalischen Hip-Hop-Bewegung. Sie bildete vor allem früher eine Alternative zur Gewalt der städtischen Straßen-Gangs.

Und so gibt es zwar auch in Peine etliche angriffslustige Posen – die Schlacht wird jedoch allein mit tänzerischen Mitteln geführt. Sechs Gruppen aus ganz Norddeutschland zeigen ihr teilweise aberwitziges Können. Ein Favorit ist schnell ausgemacht: die Escaflow-Crew aus Bremen.

Vortänzer der Gruppe ist „B-Boy Nightmare“ – was auf deutsch etwa so viel heißt wie „Der Albtraum-Tänzer“. Ehrfürchtig klatschen sogar die Gegener Applaus nach seinen Tanzfiguren, die mal an Kampfsport angelehnt sind und mal an Geräteturnen. Unglaublich, wie er auf seine Hände gestützt über den Hallenboden wirbelt oder sich sekundenlang auf dem Boden dreht wie ein Hubschrauber mit Startschwierigkeiten. Auch ein Salto schüttelte er aus dem Ärmel.

Hinter dieser enormen Energieleistung steckt jede Menge Training. „Ich tanze jeden Tag etwa drei Stunden“, sagt der Bremer, der im richtigen Leben Elias Barak heißt. 2001 hat der 20-Jährige angefangen mit dem Breakdance – und die Leidenschaft ist bis zum heutigen Tag geblieben.

Dass sich harte Arbeit auszahlen kann, zeigt sich am Samstagabend in Peine. Dem fulminanten Tanzschritt-Gewitter der Escaflow-Crew war kein Konkurrent gewachsen – auch nicht die Lokalmatadoren „Peines Finest“ aus der Fuhestadt. Und so streichen die Bremer überlegen das Preisgeld in Höhe von 200 Euro ein.

Doch es gibt noch einen weiteren Gewinner, denn der Name „Big Benefiz“ der Breakdance-Schlacht ist Programm. „Die Einnahmen in Höhe von 1748 Euro gehen an den Verein ,Weggefährten‘, der die Kinderkrebsstation in Braunschweig unterstützt“, sagt Organisator Akram Baydoun.

Vor Jahren glaubte er selbst, Krebs zu haben – was sich dann allerdings als Fehldiagnose herausstellte. „Doch so etwas lässt einen aufhorchen“, sagt Baydoun. „Und weil ich so viel Glück hatte, wollte ich ein Stück zurückgeben.“

Tobias Mull

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