Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Ärger über Tier-Krippe in Peine

Weihnachtsmarkt Ärger über Tier-Krippe in Peine

Die Peiner Dirk Brandes und Rudolf Meißner sowie der SPD-Ratsherr Burkhard Zühlke bezweifeln, dass die Tiere in der lebendigen Tier-Krippe auf dem Weihnachtsmarkt artgerecht gehalten werden. Alexander Hass vom Veranstalter – Peine Marketing – sieht das anders: „Der Betreiber verfügt über eine regelmäßig geprüfte, gültige Tierschutzgenehmigung.“

Voriger Artikel
70 Stände lockten viele Besucher zum Weihnachtsmarkt
Nächster Artikel
Peiner Feuerwehr besuchte das THW

Dirk Brandes tun die Tiere in der lebendigen Krippe leid. Er wünscht sich artgerechte Haltung.

Quelle: Gebauer / Lieb

Peine. Mit ihren Bedenken haben sich die drei Peiner jetzt an die PAZ gewandt. Aus ihrer Sicht ist die lebendige Krippe mit Ziegen, Ponys und Lamas eben keine Bereicherung für den Weihnachtsmarkt. Als solche hatte es der Veranstalter angepriesen. „Ich gehe morgens und abends über den Marktplatz und sehe täglich die Tiere“, erklärt Brandes.

Und weiter: „Es ist einfach nur pervers, dass die Tiere keine Rückzugsmöglichkeiten haben und den ganzen Tag dem Lärm und den Menschen ausgesetzt sind.“ Abends würden die Tiere dann in kleine Boxen gebracht, die dann am nächsten Morgen erneut für das Spektakel geöffnet werden. „Das Ponyreiten auf dem Freischießen war ja schon schlimm genug, wenigstens wurde das schon abgeschafft“, sagt Brandes erleichtert. „Das ist keine artgerechte Tierhaltung“, betont SPD-Ratsherr Burkhard Zühlke. „Die Tiere haben keine Möglichkeit, sich frei zu entfalten.“

Und auch PAZ-Leser Rudolf Meißner ist entsetzt und appelliert an die Peiner, die Futterkrippe zu boykottieren: „Statt den Kindern Geld zu geben, um die Tiere zu füttern, sollten Eltern erklären, dass das Tierquälerei ist.“ Alexander Hass von Peine Marketing kann diesbezüglich nur den Kopf schütteln. Er sagt, dass der Betreiber jährlich beim Veterinäramt vorsprechen müsse, bevor er seinen Stand aufbauen dürfe. „Er ist laut Information des Veterinäramts Peine noch nicht negativ oder mit Verletzungen der Tierschutzbestimmungen auffällig geworden und musste entsprechend auch noch kein Bußgeld bezahlen“, so Hass.

Die Tiere haben eine Auslaufmöglichkeit von 100 Quadratmetern und sind nach Gattungen getrennt untergebracht. Außerdem müssen laut Hass immer die Türen zur Krippe geöffnet sein, sodass die Tiere jederzeit ins Häuschen können. Übrigens sei laut Hass die Tier-Krippe auch nicht mit dem Pony-Stand auf dem Peiner Freischießen zu vergleichen. „Dort mussten die Ponys im Kreis laufen. In der Tier-Krippe können sie hingegen an dem Häuschen vorbei Richtung Brunnen, wenn ihnen alles zu viel wird“, sagt Hass abschließend.

mgb

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Bombendrohnung in der Peiner City
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung