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Abfallwirtschaft: Privatisierung droht

Peine Abfallwirtschaft: Privatisierung droht

Die Abfallgebühren für die Peiner ergeben sich aus einer Mischkalkulation von öffentlicher Entsorgung der grauen und der grünen Tonne und der Vermarktung von Wertstoffen.

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Müllwagen: Bei einer Fusion könnte die Abfuhr voll privatisiert werden.

Quelle: A

Peine. „Bei einer Privatisierung würde diese Rechnung vermutlich nicht mehr aufgehen, denn sie dient nicht der Gewinnoptimierung, sondern eher den Bürgern“, sagen Olaf Eckardt, Geschäftsführer der kreiseigenen Abfallwirtschaft A+B, und sein Stellvertreter Mike Maczollek.

Entsprechend kritisch sieht Eckardt eine mögliche Fusion mit Braunschweig, Wolfenbüttel und Helmstedt, über die zurzeit diskutiert wird (PAZ berichtete). Dort ist die Abfallwirtschaft in privaten Händen. Mehr Gemeinsamkeiten gebe es dagegen mit den Kreis Hildesheim, mit dem auch Fusionsverhandlungen geführt werden. In Hildesheim wird die Abfallwirtschaft als Zweckverband unter der Regie des Landkreises geführt.

Hintergrund der Berechnungen: Die Entsorgung von grauer und grüner Tonne sind öffentliche Aufgaben, die aber auch privat - wie in Braunschweig und Helmstedt - vergeben werden können. Wertstoffe wie Holz oder Metall werden von der A+B-Tochter PEG (Peiner Entsorgungsgesellschaft) vermarktet. Gewinne der PEG fließen über den Ankauf der Wertstoffe zu A+B, denn die Abfallwirtschaft sammelt Holz oder Metall ein. Profiteur des Systems sind die Bürger im Peiner Land, deren Gebühren über Jahre hinweg seit 2005 konstant waren und erst in diesem Jahr moderat angehoben werden mussten.

„Allerdings sind wir inzwischen an einer kritischen Größe angelangt und benötigen dringend Partner, um weiter so günstig wirtschaftlich arbeiten zu können“, sagt Eckardt. Hildesheim sei da ein idealer Partner. So produzieren die Peiner pro Jahr etwa 23 000 Tonnen Restmüll, die Hildesheimer mehr als 50 000 Tonnen. Gemeinsam können die Partner stark am Markt agieren. Aktuell profitieren die Peiner übrigens von einer zeitgleichen Ausschreibung mit der Abfallwirtschaft aus Gifhorn und aus Wolfenbüttel. Die Verträge mit den Betreibern der Müllverbrennung in Magdeburg haben die einzelnen Partner aber separat abgeschlossen.

pif

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