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Ab Freitag werden Maibäume aufgestellt

Peine Ab Freitag werden Maibäume aufgestellt

Los geht’s: Ab morgen wird im Peiner Land das Herannahen des Mai gefeiert. Gut eine Woche lang werden in den Dörfern und Ortschaften jede Menge Feste veranstaltet. Meist im Mittelpunkt: der Maibaum.

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Maibaumaufstellen in Abbensen: Die traditionelle Veranstaltung auf dem Maibaumplatz findet erst am 9. Mai statt.

Quelle: A

Peine. Seit dem 13. Jahrhundert kann das Maibaum-Ritual nachgewiesen werden. Mit ziemlicher Sicherheit stammt der Brauch von den Kelten und ist bereits an die 8000 Jahre alt. Der Maibaum gilt als männliches Fruchtbarkeitssymbol und wurde im Rahmen von Frühlingsfeiern aufgestellt.

Noch heute wird der Brauch gepflegt, sich einen Baum in die Dorfgemeinschaft zu holen, wo er seine segenbringende Wirkung auf Mensch, Vieh, Felder und Häuser ausbreiten kann. Mit dem Aufstellen des Maibaums – wenn er nicht zur Schande des Ortes zuvor von den Burschen einer Nachbargemeinde gestohlen wurde – waren und sind Feste verbunden. Essen, Trinken, Musik, Geselligkeit und Volkstänze läuten den Beginn der fruchtbaren Zeit ein.

In seiner heutigen hohen Form mit grüner Spitze und Kranz geschmückt, ist der Maibaum seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Seit dem 19. Jahrhundert kam er (vor allem in Bayern) auch als Orts-Maibaum für die nun selbstständigen Gemeinden auf. Rund um den Maibaum hat sich im Laufe der Zeit allerdings sehr viel lokales Brauchtum entwickelt, das sich vielfach sogar von Dorf zu Dorf erheblich unterscheidet.

In Bayern werden die Bäume seit dem Jahr 1806, als Maximilian zum ersten König Bayerns gekrönt wurde, in den Landesfarben Blau-Weiß bemalt. Nach der ursprünglichen bayerischen Tradition durfte der Baum nur in der Walpurgisnacht selbst gefällt werden, damit durfte er auch nur in dieser Nacht gestohlen werden. Heutzutage werden Maibäume aber oft Wochen vorher geschlagen und können daher auch früher gestohlen werden. Somit bleibt bis zum 1. Mai außerdem noch genug Zeit für das Auslösen und den Rücktransport.

Nicht weniger abenteuerlich als das Rauben ist oftmals das Aufstellen des Maibaums, das den ganzen Vormittag und viele kräftige Männer in Anspruch nimmt. Am 1. Mai gleicht an vielen Orten die Szenerie: Bier, Bratwurst, Blasmusik und jede Menge Geselligkeit – auch das zählt zum Brauchtum rund um den Maibaum.

In einigen Ortschaften wird der Maibaum bereits am morgigen Donnerstag aufgestellt. Die meisten anderen Dörfer und Ortschaften folgen am Freitag. Schon morgen Abend wird bei vielen Veranstaltungen im Peiner Land in den Mai getanzt. Wie jedes Jahr gibt es auch diesmal wieder Nachzügler. In Meerdorf (8. und 23. Mai) sowie in Abbensen und Wahle (9. Mai) wir erst später gefeiert.

rd

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