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Ab 1. April gilt Leinenpflicht für Hunde

Kreis Peine Ab 1. April gilt Leinenpflicht für Hunde

Kreis Peine. Im Frühjahr erwacht die Natur zu neuem Leben - im wahrsten Sinne des Wortes: Am 1. April beginnt die Brut- und Setzzeit vieler heimischer Wildtiere.

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Axel Rühmann (l.), Vorsitzender der Jägerschaft, und Kreisjägermeister Ulrich Graf von Hardenberg.

Quelle: Thorsten Pifan

Um ihnen ein ungestörtes Aufziehen des Nachwuchses zu ermöglichen, gilt vom 1. April bis zum 15. Juli die Anleinpflicht für Hunde im Wald und in der freien Landschaft.

Die Jägerschaft Peine bittet alle Naturfreunde und Erholungssuchenden in den kommenden Wochen um erhöhte Rücksichtnahme beim Spaziergang in der freien Natur. „Ob Rehkitz, Junghase oder Fasanenküken - die Natur gleicht im Frühjahr einer einzigen Kinderstube“, erklärt Axel Rühmann, Vorsitzender der Jägerschaft. „Rücksichtnahme ist also dringend erforderlich.“

Von freilaufenden Hunden gehe in dieser Zeit eine besondere Gefahr aus, denn nicht nur die Jungen, sondern auch die Elterntiere seien mitunter stark gefährdet. Hochträchtige Rehe zum Beispiel seien bei Weitem nicht mehr schnell genug, um vor stöbernden Hunden fliehen zu können.

Aber auch für die Hundebesitzer selbst gilt es einiges zu beachten: Die tierische Nachwuchspflege unterscheidet sich häufig deutlich von der des Menschen. So werden die Jungen zu ihrem Schutz tagsüber vom Muttertier häufig allein gelassen.

Rehkitze zum Beispiel sind in den ersten Wochen nahezu geruchlos. In Verbindung mit der angeborenen „ducken-und-tarnen-Strategie“ sind sie so für natürliche Fressfeinde fast unauffindbar. Die Ricke erscheint nur zum Säugen, in der Zwischenzeit hält sie größeren Abstand. Solch scheinbar verlassene Jungtiere sollten Spaziergänger auf keinen Fall anfassen oder gar mitnehmen. Das Jungwild nimmt bei Kontakt den Menschengeruch an. Das zurückkommende Muttertier wird durch diesen Fremdgeruch abgeschreckt und wagt es nicht mehr, sich um das Junge zu kümmern. „Falsch verstandene Tierliebe bewirkt in diesen Fällen leider allzu häufig das Gegenteil“, macht Rühmann deutlich.

Aber auch indirekt können Hund und Mensch den tierischen Nachwuchs gefährden: Nähern sie sich ihrem Gelege, verlässt zum Beispiel die Rebhenne ihr Nest mit Eiern oder jungen Küken, um den Feind abzulenken. Rabenvögel wie Krähe oder Elster merken sich diese Stelle, und die ungeschützten Gelege werden zur leichten Beute.

„Auf den ausgewiesenen Wegen bleiben und unbedingt den Hund angeleint führen“, seien die wichtigsten Verhaltensregeln für den Spaziergang in der freien Natur zusammen.

pif

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