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AWO-Schuldnerberatung: „Armut nimmt weiter zu“

Hilfe von Experten AWO-Schuldnerberatung: „Armut nimmt weiter zu“

Nach dem aktuellen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (PAZ berichtete) wächst der guten Wirtschaftslage zum Trotz der Anteil der Menschen, die in Armut leben. Andrea Einhaus von der Peiner Schuldnerberatung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sagt: "Die Armut nimmt immer weiter zu."

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Ein älterer Mensch hat Geldscheine in der Hand. Die Armut nimmt zu.

Quelle: Foto: Archiv

Kreis Peine. Und weiter: „Eine sozialwissenschaftliche Analyse von Dr. Rudolf Martens, Leiter der Paritätischen Forschungsstelle, wies schon im November 2006 darauf hin, dass die geografischen Verbreitungsmuster von Überschuldung und Hartz-IV-Bezug sowie Armutsbetroffenheiten weitgehend übereinstimmen.“

Schuldner- und Armutsberatung seien daher keine Gegensätze, vielmehr würden die Daten nahelegen, dass sie zusammengehören – mindestens für den Personenkreis, der beide Ausgrenzungsmerkmale (Einkommensarmut und Überschuldung) in sich vereine.

Überschuldung bedeutet laut Einhaus „Armut und soziale Ausgrenzung für die Betroffenen und ihre Familien sowie Lasten für die Wirtschaft und die Gesellschaft“. Insoweit entspreche es dem Selbstverständnis moderner Gesellschaften, für Konflikt- und Krisensituationen problemlösende Angebote bereitzuhalten. Schuldnerberatung sei immer auch soziale Arbeit, deren Notwendigkeit unter den Aspekten Sozialstaatsprinzip und Daseinsvorsorge durchaus auch in Politik und Verwaltung gesehen werde. „Leider steht aber die Finanzierung von Schuldnerberatungsstellen dennoch nicht auf gesicherten Fundamenten, sondern muss immer wieder neu ausgehandelt werden“, kritisiert die Expertin.

Bei der Überschuldung der Ratsuchenden würden Fälle, die durch falsches oder übersteigertes Konsumverhalten entstanden sind, in der Regel eine untergeordnete Rolle spielen. Einhaus: „Vielmehr ist die finanzielle Lage vieler Menschen extrem instabil. Die Zahl prekärer Arbeitsverhältnisse nimmt zu, ebenso die Zahl der ,Aufstocker‘, die zwar arbeiten, deren Verdienst aber nicht einmal zur Abdeckung der Basisbedürfnisse reicht.“

Die AWO-Schuldnerberatung helfe: Mietschulden würden in Angriff genommen, ebenso Schulden bei den Energieversorgern. Auch das Ausstellen von sogenannten „P-Konten-Bescheinigungen“ zur Sicherstellung von pfändungsfreiem Kontoguthaben gehöre immer häufiger zur Basisarbeit.

Weitere Infos unter Telefon 05171/5069718.

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