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ASB fordert den Einsatz von Drohnen

Peine ASB fordert den Einsatz von Drohnen

Peine. In Deutschland erleiden jedes Jahr mehr als 60.000 Menschen einen Herzstillstand. 80 bis 90 Prozent überleben ihn nicht, weil ihnen entweder gar nicht oder nicht schnell genug geholfen wird. Deswegen fordert der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) einen sogenannten Defikopter, das ist eine mit einem Defibrillator bestückte Drohne.

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ASB Peine: Thomas Neumann (links) und Christoph Gostkowski zeigen einen Defibrillator.

Quelle: ju

Rettungsdienstleiter Thomas Neumann vom ASB-Kreisverband Peine unterstützt diese Forderung. Besonders abgelegene, ländliche Gegenden oder Waldgebiete seien für Rettungsfahrzeuge nicht so schnell zu erreichen wie dichtbesiedelte Städte und Gemeinden. Umso wichtiger sei hier die schnelle Hilfe durch anwesende Ersthelfer, die die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken können. „In den meisten Städten gibt es sogenannte Defibrillatoren für die Laien-Reanimation. Sie sind einfach anzuwenden und können im Notfall Leben retten“, erklärt Heiko Werner, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz beim ASB-Bundesverband.

Aber auf dem Land suche man danach vergebens. Thomas Neumann erklärt: „Hier könnten Drohnen zu fliegenden Lebensrettern werden. Ausgestattet mit einem Defibrillator, kurz Defi, fliegen sie über Wälder, Flüsse oder Stauseen zu ihrem Bestimmungsort. Der Flug wird von einer Rettungsleitstelle am Bildschirm überwacht. Am Unfallort angekommen, wird der Defi abgeworfen und kann sofort eingesetzt werden.“

Der ASB und der gemeinnützige Verein „Definetz“ würden sich daher für eine bundesweite Einführung der sogenannten Defikopter einsetzen. Die Fluggeräte seien technisch so weit ausgereift, dass sie kurzfristig in Serie gehen könnten.

„Vorher müssen jedoch die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden“, erklärt Friedrich Nölle von „Definetz“. „Solange es keine Flugerlaubnis für vollautomatische Flüge von Drohnen und keine entsprechende Abwurfgenehmigung gibt, bleiben ländliche Gebiete ohne ausreichende Defibrillatoren.“ Sobald es eine gesetzliche Regelung gebe, könnten Defikopter in das deutsche Rettungssystem eingebunden werden.

tk

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