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A 2 bei Peine: Schilderbrücken werden wieder aufgebaut

Peine. A 2 bei Peine: Schilderbrücken werden wieder aufgebaut

Peine. Die ersten Verkehrszeichenbrücken auf der A 2 zwischen Lehrte-Ost und Braunschweig-Nord sind aufgebaut. In der Nacht zu Donnerstag wurden der dritte und der vierte Brücken-Riegel nahe der Autobahnraststätte Zweidorfer Holz auf die bereits installierten Stahlpfeiler montiert. Ende des Jahres sollen die insgesamt 44 Brücken, von denen 24 im Peiner Land stehen, wieder in Betrieb gehen. Nach Auskunft von Dana Knake, Pressesprecherin beim Projekt-Generalunternehmer Siemens, erfolgen die Arbeiten größtenteils spätabends und nachts bei Teil- oder Vollsperrungen.

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Zum Auflegen der quer über die Fahrbahn liegenden, rund 8,5 Tonnen schweren Riegel waren zwei kurze Vollsperrungen notwendig.

Kommende Woche sollen die Arbeiten fortgesetzt werden. „Immer vorausgesetzt, das Wetter spielt mit“, sagt Knake. Um den Verkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, werden dabei extra verkehrsarme Zeiten gewählt, so etwa die Nächte von Dienstag auf Mittwoch und von Mittwoch auf Donnerstag. Denn: Für das Auflegen der Riegel muss die A 2 für bis zu 30 Minuten voll gesperrt werden.
Erster Schritt beim Wiederaufbau war das Setzen der seitlichen Stahlpfeiler. Diese Woche wurde dann mit dem Auflegen der mit Displays bestückten Riegel begonnen. Alle Arbeiten müssen dabei Hand in Hand gehen: Zunächst sperrt ein Verkehrssicherer in Fahrtrichtung zwei der drei Fahrspuren und den Standstreifen. Der Verkehr kann einspurig weiterfahren. Auf der Gegenfahrbahn wird zusätzlich die linke Überholspur gesperrt. Ist die Sperrung eingerichtet, gibt der Baustellenleiter das Signal, dass der Schwertransporter, zwei Hubsteiger, Baustellenfahrzeuge und ein Kran loslegen können. Je nach Brückentyp wird ein 60- bis 100-Tonnen-Autokran eingesetzt, an den Pfosten wird jeweils ein Hubsteiger platziert. Dann wird der rund zehn Tonnen schwere Riegel am Kran befestigt und waagerecht austariert. Um den Aufwand vor Ort gering zu halten, ist die Elektronik vormontiert und verkabelt.
Nächster Schritt ist die Vollsperrung: Sobald der Verkehr steht, kann ein Riegel montiert werden. Die Monteure arbeiten dabei mit Hilfe der Hubsteiger in zirka fünf Metern Höhe.
Steht eine Verkehrszeichenbrücke, kommen die Elektrotechniker und Inbetriebsetzer von Siemens an die Reihe, erklärt Knake. Diese schließen im Nachgang die Elektronik an. Die Displays an den Verkehrszeichenbrücken laufen ab dann zunächst zur Probe im „Blindbetrieb“ – das heißt, die Autofahrer sehen noch keine Anzeigen. Insgesamt sind am Aufbau der Anlagen auf der Autobahn jeweils rund 20 Personen, darunter auch Subunternehmer, beteiligt. mic

Schäden an der Stahlkonstruktion:

Aufgrund von Schäden an der Stahlkonstruktion sind die Schilderbrücken an der A 2 zum Jahreswechsel 2012/13 abgebaut worden. Die Inbetriebnahme war nur ein Jahr zuvor gewesen. Die Schilderbrücken steuern den Verkehr, sammeln aber auch ungeheure Mengen von Daten. Erfasst wird die Zahl der Fahrzeuge insgesamt und der Anteil des Lkw-Verkehrs. Außerdem zeigen sie das Tempolimit an – und geben es an die Blitzer weiter.mic

A2-Blitzer müssen mit neuer Software ausgestattet werden

Kreis Peine. Wenn die Schilderbrücken entlang der Autobahn 2 wieder aufgestellt werden, müssen im gleichen Zuge auch die Blitzanlagen des Landkreises Peine an der Trasse umgerüstet werden. Zurzeit blitzt es dort zwischen 6 und 20Uhr, denn in dieser Zeit gilt auf der Strecke als Tempolimit 130. So geben es die Blechschilder am Fahrbahnrand vor.

Der Landkreis Peine unterhält zwei Blitzer an der Trasse. In Richtung Berlin blitzt es bei der Raststätte Zweidorfer Holz, in der Gegenrichtung sind die Geräte beim Rastplatz Röhrse aufgestellt. Die eigentliche Technik war seinerzeit darauf ausgerichtet, parallel zu den unterschiedlichen Tempo-Anzeigen auf den Schilderbrücken auch Verstöße festzustellen. Zudem sind für Lastwagen extra Sensoren in die Straße eingelassen, die auslösten, wenn Fahrzeuge mit dem entsprechenden Gewicht die Blitzer passieren – und sich nicht an die zugelassene Geschwindigkeit halten.

Die aktuellen Kosten für die Umrüstung können nach Angaben des Landkreises noch nicht beziffert werden. Im Januar 2013 kostete allein die Umstellung rund 14000Euro. Allerdings hätten die Kameras damals sowieso gewartet werden müssen, so dass ein Teil der Kosten in dem Zeitraum ohnehin angefallen wäre.

Auffallend war, dass die Einnahmen aus der Geschwindigkeitsüberwachung mit dem Aufstellen der Blechschilder im vergangenen Jahr deutlich gestiegen waren. Kassierte der Landkreis 2012 noch 670000Euro von Rasern auf der Autobahn, waren es 2013 schon rund 1,5 MillionenEuro. Im ersten Halbjahr 2014 betrug der Erlös auf der A2 etwa eine Million Euro. Im vergangenen Jahr standen den Einnahmen von insgesamt 2,3Millionen Euro aus der Geschwindigkeitsüberwachung etwa 1,9Millionen Euro an Ausgaben gegenüber.

pif

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