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A 2: Blitzer bei Peine ab sofort außer Betrieb

Kreis Peine A 2: Blitzer bei Peine ab sofort außer Betrieb

Kreis Peine. Zu unrecht geblitzt hat der Landkreis Peine in den vergangenen Tagen zahlreiche Autofahrer auf der A 2. Die Schuld dafür weisen sich das Land Niedersachsen und der Landkreis Peine gegenseitig zu. Die erwischten Autofahrer können indes aufatmen: Sie kommen ohne Bestrafung davon.

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Werden abgebaut: Die Schilderbrücken auf der A 2.

Quelle: tim schaarschmidt

Grund für das Blitzer-Chaos ist der Abbau der Schilderbrücken mit der elektronischen Tempo-Anzeige bei Peine, der in der Nacht zum Mittwoch stattgefunden hatte. Die Blitzer sind mit den Anlagen gekoppelt und liefen trotz des Abbaus weiter. Alle Autofahrer, die schneller als Tempo 100 fuhren, wurden geblitzt. Dabei gilt auf der Strecke seit Mittwoch Tempo 130, wie es die Blechschilder am Fahrbahnrand anzeigen.Gestern Vormittag ordnete die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr der Autobahnmeisterei Braunschweig an, den Blitzer in Fahrtrichtung Berlin bei der Raststätte Zweidorfer Holz zu verhüllen. Zuvor habe es Hinweise von Autofahrern gegeben, sie seien zu Unrecht geblitzt worden. Gleichzeitig beauftragte der Kreis den Hersteller der Blitzer, die Anlagen neu zu justieren. Das ist kurzfristig jedoch nicht möglich, sagt Landkreis-Sprecher Henrik Kühn. Die Blitzer sind daher seit Freitagvormittag deaktiviert.

Alle Autofahrer, die seit Mittwoch geblitzt wurden, brauchen nun aber nicht mit Post vom Landkreis Peine zu rechnen. Denn die gemessenen Werte und auch die Bilder werden vernichtet.

Die Schuld an dem Chaos gibt der Kreis dem Land. „Wir sind nicht über den Abbau informiert worden“, sagt Kühn. Das weist Heike Haltermann, Sprecherin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zurück. Es habe in den vergangenen Tagen sehr wohl Gespräche mit dem Kreis Peine gegeben. Kühn indes bezeichnet diese Aussage als „absurd“ und beruft sich auf eine Aussage der Landesbehörde vom Mittwochnachmittag - als die Schilderbrücken schon abgebaut waren. Darin heiße es, dass der Landesbehörde noch kein Zeitplan für den Abbau der Brücken vorläge.

Verärgert reagierte die Kreis-SPD auf das Blitzer-Chaos: „Dass das Land den Landkreis nicht rechtzeitig über den Abbau informiert hat, zeigt einmal mehr, wie unsensibel das Land mit dem Thema Verkehrssicherheit umgeht“, sagte der SPD-Kreistagspolitiker und Landtagsabgeordnete Matthias Möhle.

pif

Abbau der Schilderbrücken

Die letzten Schilderbrücken auf der A 2 wurden erst Anfang 2011 aufgebaut. Aufgrund von Baumängeln an der Stahlkonstruktion müssen sie nun schon wieder entfernt werden. Der finanzielle Schaden liegt nach PAZ-Informationen im zweistelligen Millionenbereich. Verantwortlich für die betroffenen Schilderbrücken ist die Firma Siemens. Weil wegen des entstandenen Schadens ein Rechtsstreit droht, ist ein gerichtlicher Gutachter damit beauftragt worden, vor dem Abbau Beweise zu sichern. „Entsprechend gibt dieser Gutachter die Brücken erst frei, die abgerissen werden dürfen. Das geschieht jeweils kurzfristig“, sagt Heike Haltermann, Sprecherin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Auch ihre Behörde erfahre erst kurz vor dem Abriss, welche Brücken entfernt werden. Die Informationen würden aber sofort an die betroffenen Stellen weitergegeben werden.

pif

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