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„9700 Mini-Jobber sollen bessergestellt werden“

Kreis Peine: IG Bau nimmt Stellung „9700 Mini-Jobber sollen bessergestellt werden“

Damit der 450-Euro-Job nicht zur Falle wird: Die rund 9700 Mini-Jobber im Kreis Peine sollen bessergestellt werden. Das fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau). Sie schlägt dazu eine Reform der geringfügigen Beschäftigung vor. Demnach sollen Mini-Jobs schon ab dem ersten Euro in die Sozialversicherung einbezogen werden.

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Eine Mini-Jobberin beim Putzen.

Kreis Peine. „Mini-Jobs waren als flexible und vorübergehende Lösung gedacht. Aber für viele Beschäftigte sind sie langsam zum Dauerzustand geworden, aus dem sie nicht mehr herauskommen“, sagt Dieter Großmann von der IG Bau Nord-Ost-Niedersachsen. Eine Reform sei deshalb „mehr als überfällig“.

Nach aktuellen Angaben der Arbeitsagentur seien im Landkreis Peine allein in der Gebäudereinigung rund 300 Mini-Jobber tätig. Damit sei die Hälfte der Mitarbeiter in der Branche geringfügig beschäftigt.

„Viele von ihnen haben seit Jahren keine Chance auf eine reguläre Stelle. Wegen fehlender Sozial- und Rentenbeiträge sind sie stark von Altersarmut bedroht“, betont der IG-Bau-Bezirksvorsitzende. Betroffen seien insbesondere Frauen: 61 Prozent aller geringfügig Beschäftigten im Kreis seien laut Arbeitsagentur weiblich.

Die IG Bau will gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) erreichen, „dass der Chef künftig auch für einen Verdienst unter 450 Euro Sozialabgaben zahlen muss“. Die Gewerkschaft fordere eine neue „Gleitzone“ bereits vom ersten Euro an: Demnach sollten Arbeitgeber bei geringen Verdiensten zunächst den Großteil der Sozialabgaben tragen. Erst bei einem Monatsverdienst ab 850 Euro solle gelten: Chef und Arbeitnehmer zahlen zu gleichen Teilen.

Dieter Großmann nennt ein Beispiel: „Wer genau 450 Euro verdient, der müsste nach dem Modell 13 Prozent Sozialabgaben bezahlen - der Chef trägt dagegen 29 Prozent.“

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