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97 Jahre alte Zeitung klemmt hinter Bild

Alte „Peiner Tages-Post“ 97 Jahre alte Zeitung klemmt hinter Bild

„Eigentlich wollte ich nur das Bild aus dem Rahmen nehmen, um es meiner Halbschwester zu geben“, erklärt Christa Sommermeyer. Was sie allerdings daraufhin für eine Entdeckung macht, ist kurios.

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Christa Sommermeyer zeigt die alte „Peiner Tages-Post“, die sie hinter dem Bild ihres Vaters gefunden hat.

Quelle: cb

Schwicheldt. Ihre Großmutter sowie eine alte Ausgabe der „Peiner Tages-Post“ treten zu Tage. „Als ich das Bild wegnehme, sehe ich, dass hinter dem Bild meines Vaters mit Uniform des Ersten Weltkrieges und seiner zweiten Frau ein weiteres, viel älteres Bild im Rahmen steckt. Ein Porträt meiner Großmutter Auguste Müller. Zur Verstärkung war eine Doppelseite der Zeitung auf die Rückseite geklebt“, sagt die 73-jährige Sommermeyer.

Bei dem Blatt handelt es sich um die Titelseite sowie um die letzte Seite, die Anzeigenseite, des 24. Januars 1913 – einem Freitag. Was beschäftigte die Peiner zu dieser Zeit? Hauptthema war der erste Balkankrieg, den die Türken verloren hatten. Die Sparte „Koloniales“ versetzt einen in die frühere Zeit. Schnell merkt man: 1913 war ein Jahr der Unruhe, der drohende Erste Weltkrieg war schon zu Beginn des Jahres zu spüren. Das Wetter machte auch nicht froh: Schneematsch zierte das Peiner Land und brachte die Menschen zum „frieren und hüsteln“, berichtete die Zeitung.

Von einem Problem ganz anderer Art hingegen handelte die Geschichte einer Frau aus Paris, die sich mithilfe von Radiotherapie ihren „starken Bart“ entfernen lassen wollte, stattdessen aber wurde ihr ganzes Gesicht verbrannt. Der behandelnde Arzt wurde zu 5000 Francs Schmerzensgeld verurteilt.

Und ein wichtiger Geburtstag stand an: Kaiser Wilhelm II. feierte seinen 44. Geburtstag am 27. Januar 1913. Auch in Peine gab es dazu einen militärischen Zapfenstreich, dessen „Arrangeur der städtische Vollzugsbeamte Schröder“ war.

Auf der letzten Seite der „Tages-Post“ wurde noch ein großer technischer Fortschritt angepriesen: Man verlegte das erste Kabel nach Afrika. Von diesem Zeitpunkt an konnte, unabhängig von den englischen Leitungen, für 3 Mark und 65 Pfennige, Kontakt in die Kolonien aufgenommen werden.

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