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90.200 Übernachtungen im Kreis Peine

Aktuelle Tourismus-Zahlen 90.200 Übernachtungen im Kreis Peine

Solide Zahlen im heimischen Tourismus: Peine bleibt bei Urlaubern und Geschäftsreisenden ein beliebtes Ziel. Auf 90.200 Gäste-Übernachtungen kam der Landkreis im vergangenen Jahr. Die gesamte Region Braunschweig zählte 6,8 Millionen Übernachtungen (ein Plus von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

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Touristen kommen mit ihrem Gepäck an. Die Zahl der Urlauber und Geschäftsleute im Kreis Peine liegt auf einem relativ hohen Niveau.

Peine. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitgeteilt, die sich auf die Zahlen des Statistischen Landesamts bezieht. Der niedersächsische Tourismus erzielte demnach mit insgesamt fast 43 Millionen Übernachtungen ein neues Rekordjahr (plus 3,5 Prozent).

„An der guten Bilanz haben die Beschäftigten in Hotels, Pensionen und Gaststätten einen enormen Anteil“, betont NGG-Geschäftsführer Manfred Tessmann. Forderungen nach immer längeren Arbeitszeiten seien daher „vollkommen fehl am Platz“. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hatte wiederholt gefordert, die tägliche Höchstarbeitszeit durch ein maximales Wochen-Pensum zu ersetzen. Die NGG Süd-Ost-Niedersachsen spricht von einem „Irrweg“:

„Jeder, der im Gastgewerbe arbeitet, weiß, dass Überstunden gerade in der Hochsaison dazugehören. Das Arbeitszeitgesetz sorgt dafür, dass das für den Einzelnen einigermaßen erträglich bleibt“, sagt Tessmann. Das Gesetz schreibt eine Regelarbeitszeit von acht Stunden täglich vor. In klar geregelten Ausnahmefällen kann sie auf zehn Stunden ausgedehnt werden.

„Ein 14-Stunden-Einsatz in der Küche, im Restaurant oder an der Rezeption haut aber jedem die Füße weg“, so Tessmann. Zudem halte man mit solchen Arbeitszeiten Schulabgänger davon ab, eine Ausbildung im Gastgewerbe zu machen. Angesichts eines sich schon jetzt verschärfenden Fachkräftemangels in der Branche seien entsprechende Vorschläge „völlig unsinnig“.

„Ob die Betriebe wirklich eine gesetzliche Änderung brauchen, ist mehr als fraglich“, meint Tessmann. Flexibilität habe für die Gastro-Mitarbeiter auch im Kreis Peine schon immer dazugehört. Andernfalls hätten die Übernachtungsbetriebe dort kaum so viele Menschen empfangen können wie im letzten Jahr. „Die Umsätze im niedersächsischen Gastgewerbe steigen seit Jahren kräftig an. Statt den Arbeitsdruck weiter zu erhöhen, ist es Zeit, mehr Menschen einzustellen und die Leistung der Beschäftigten anzuerkennen“, so der Gewerkschafter.

In den nächsten Wochen startet die NGG hier Verhandlungen mit den Arbeitgebern, da der derzeitige Entgelttarifvertrag zum 30. April ausläuft. Tessmann: „Es ist an der Zeit, dass die Beschäftigten in der Region ihren fairen Anteil am Umsatz-Plus bekommen.“

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