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90 Jahre Männerbund Schlaraffia: Im Wendekreis des Uhu

Peine 90 Jahre Männerbund Schlaraffia: Im Wendekreis des Uhu

Peine. Der von Geist und Witz und Freundschaft beseelte Männerbund Schlaraffia feierte am Wochenende im Junggesellenzelt auf dem Schützenplatz sein 90-jähriges Bestehen. Und wie! Den Auftakt zu dem Festakt mit Damen gestalteten die Peiner Trommelboes, die üblicher Weise für die lautstarke Verkündigung des bevorstehenden Freischießens zuständig sind.

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Männerbund mit Damen: 200 Gäste kamen am Samstag zum Festakt „90 Jahre Schlaraffia“ in das Peiner Junggesellenzelt. Es ging humorig zu.

Quelle: im

Aber Chef-Trommelboes Kai Schild und seine trommelnden Mannen können offenbar auch Schlaraffia, wie sie unüberhörbar demonstrierten. Der Uhu, seit Athene zugegen, wo Künste oder andere Eulenspiegeleien im Mittelpunkt stehen, breitet als Schutzpatron die Flügel über die Schlaraffia. Das Symboltier hatte es sich nicht nehmen lassen, quicklebendig und mit wachem Blick den Sippungsauftakt zu verfolgen.

Schlaraffen hört! Es wäre aber auch ohne Uhus leibhaftige Kontrollaktion eine würdige Feier geworden, denn die Peiner hatten in die Organisation viel Herz und Arbeit investiert - der Uhu konnte zufrieden sein.

Ein festliches Bild, als die zahlreichen Abgesandten anderer Schlaraffen-Reyche aus ganz Deutschland „einritten“, dann die feierliche Entzündung der „blauen Kerze der Freundschaft“, Grußworte der Dachorganisation und des Bürgermeisters Michael Kessler. Letzterer lobte die in Schlaraffia gepflegte Freundschaft als „etwas Beruhigendes“ und die Zusammenkünfte der Schlaraffenbrüder als „einen Ort, an dem man sein kann, wie man ist - ohne Gesichtsverlust.“ Und nicht nur das: Schlaraffen seien selbst in fremden Städten zu Hause - „ein Umstand, den ich jedem Menschen wünsche“, fügte der Bürgermeister hinzu.

Einen Höhepunkt schlaraffischer Kreativität präsentierte allerdings der Peiner Schlaraffe Ritter a-part (alias Günter Peters), der gesanglich die Metamorphose eines in Ehren ergrauten Vereins zum fröhlichen Jüngling darstellte. Musikalisch ließ er sich von der Ilseder Orchester-Harfenistin und Rhythmik-Pädagogin Christiane Rosenberger begleiten - ein Novum, sind doch üblicher Weise ausschließlich Schlaraffen am Instrument zugelassen.

Aber auch hier scheinen die Uhu-Brüder flexibel: Weil nämlich offenbar keiner der weltweit 11 Tausend Schlaraffen das Harfenspiel beherrscht, ließen sich die Peiner „Oberschlaraffen“ als Moderatoren des Festgeschehens auf diese Ausnahme weiblicher Unterstützung ein. Zu Recht, denn Rosenberger schien die 200 Teilnehmer mit ihrem Saitenspiel zu verzaubern.

Geistvoll locker ging es auch im Folgenden zu: Es gab Vorträge in Prosa und Lyrik, von Profis vorgetragene Musikeinlagen aus Romantik (Klavier) und Operette (Saxofon). Alles in allem, Schlaraffen hört, ein ausgiebiges, aber auch ein „uhuherzliches“ Fest.

uj

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