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67-jähriger Peiner betrog 26 Mal: Bewährungsstrafe

Hildesheim/Peine 67-jähriger Peiner betrog 26 Mal: Bewährungsstrafe

Peine . 39 Mal hat ein 67-Jähriger aus Peine in den Jahren 2009 bis 2012 Waren bestellt und nicht bezahlt – 26 Mal war dies nachweisbar. Daraus entstand ein Schaden von rund 8500 Euro. Das Landgericht Hildesheim hat den Mann jetzt wegen gewerbsmäßigen Betruges zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

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Auf der Anklagebank: Der 67-Jährige (l.) mit seinem Verteidiger.

Quelle: bar/A

Der Mann hatte sich Firmen aus ganz Deutschland aus der Werbung herausgesucht und bestellte telefonisch. Häufig orderte er Wein oder Räucherfisch, aber ebenso Wurstwaren oder Käse ließ er sich nach Hause liefern. Auch ein Fernseher, eine Musikanlage und ein Kühlschrank standen auf der Liste der angezeigten Fälle.

Bezahlen konnte der 67-Jährige nicht. Er hatte schon 2009 eine eidesstattliche Versicherung abgegeben und lebte von Sozialhilfe. Die habe er aber hauptsächlich in Alkohol umgesetzt, erklärte der Mann vor Gericht. Gegessen habe er damals kaum etwas.

Über die Betrugsfälle war bereits im Dezember 2013 vor dem Amtsgericht Peine verhandelt worden. Dieses gab die Sache an das Landgericht ab, weil für den Angeklagten eine Unterbringung in einer Klinik im Raum stand. Die darf ein Amtsgericht nicht anordnen. Der Sachverständige Dr. Matthias Bleistein beschrieb den Angeklagten als wenig flexibel im Denken und Erleben. Eine schizoide Persönlichkeitsstörung und neurotische Fehlentwicklung würde ihn hindern, tiefe Beziehungen einzugehen. Hinzu komme eine Alkoholerkrankung. Der 67-Jährige sei bei seinen Taten in seiner Schuldfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen.

Der 67-Jährige räumte die Taten ein, er könne sich aber nicht an alle erinnern: „Ich habe so viel gesoffen“, erklärte er. Der Mann hat seit 1961 insgesamt 39 Eintragungen im Strafregister, wurde 21 Mal zu Freiheitsstrafen verurteilt. Dennoch setzte das Gericht die Strafe zur Bewährung aus, weil der Angeklagte seit 2012 keine Straftat mehr begangen und mit dem Trinken aufgehört hat. Von einer Unterbringung in einer Klinik sah die Kammer ab, da von dem Mann keine erheblichen Gefahren ausgingen. Verurteilt wurde er am Ende für 26 Betrugsfälle.

bar

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