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60-Jährige muss nicht mehr frieren

Kreis Peine 60-Jährige muss nicht mehr frieren

Die kalten Zeiten sind für eine 60-jährige Frau aus dem Peiner Land in wenigen Tagen vorbei. Denn der Energieversorger Eon-Avacon will nun kurzfristig wieder den Strom anstellen, mit dem die Frau auch heizt.

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Die kalten Zeiten für eine Rentnerin aus dem Peiner Land sind vorbei. In dieser Szene hatte sich ein Rentner, der in einer ähnlichen Situation steckte, mit Kerzen gewärmt.

Quelle: archiv

Kreis Peine . Mehr als ein Jahr musste die 60-Jährige auf Wärme verzichten, denn es hatten sich Schulden von mehr 6000 Euro angehäuft. Dank der Hilfe der PAZ-Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“ und dem Einsatz der Arbeiterwohlfahrt hat sich die Eon-Avacon auf einen Kompromiss eingelassen.

Doch von vorn: Im vergangenen Jahr hatte die Frau mehr als 5000 Euro Stromschulden und offene Forderungen wegen eines verlorenen Gerichtsverfahrens. Der Energieversorger stellte der Frau den Strom ab. Sie wandte sich an die Arbeiterwohlfahrt. „Wir versuchten zunächst, über Spenden einen Teil des Geldes zu bekommen und beantragten beim Landkreis Peine schließlich einen Kredit“, erzählt Cindy Heinicke von der Arbeiterwohlfahrt. Dann bekam die Frau einen Betreuer an die Seite gestellt, weil sie offenbar nicht in der Lage ist, ihre Geschäfte eigenständig zu erledigen.

Die mehr als 5000 Euro konnten damals beglichen werden. Doch den Strom schaltete Eon-Avacon nicht wieder an. „Es waren noch einmal etwa 1700 Euro offen, die aus dem Gerichtsverfahren resultierten“, sagt Heinicke und lässt keinen Zweifel daran, dass die Forderungen gerechtfertigt sind.

Allerdings schickte der Energieversorger die Rechnungen und Mahnungen direkt an die Frau. „Dabei wusste das Unternehmen, dass sie einen Betreuer hat und er den Schriftverkehr erledigt“, betont Heinicke. Vergeblich versuchte sie, über mehrere Monate herauszufinden, welche Forderungen bei Eon-Avacon noch offen sind. Erst auf Nachfrage der PAZ stellte sich heraus, dass es sich um die Gerichtskosten handelt.

Heinicke sagt: „Da die Frau nicht in der Lage ist, die offene Summe mit einem Schlag zu bezahlen, versuchten wir zu handeln.“ Ihr Kompromissvorschlag: Die Frau leistet als Zeichen des guten Willens eine Anzahlung und trägt den Rest der Summe in kleinen Raten ab. Das Geld für die Anzahlung in Höhe von 200 Euro spendete der Verein „Keiner soll einsam sein“.

„Die Hilfe ist punktuell, wie es die Satzung vorsieht“, kommentiert Peiner Bürgermeister Michael Kessler (SPD) vom Vorstand des Vereins. Ziel des Verein sei es, Dinge in Bewegung zu halten und Schulden nicht komplett zu übernehmen. „Das machen wir seit Jahren erfolgreich, und das stärkt auch den Grundgedanken, dass wir Hilfe zur Selbsthilfe leisten“, sagt Kessler.

Eon-Avacon-Sprecherin Carolin Westermann betont: „Der Kompromiss ist eine absolute Ausnahme und vor allem dem Einsatz von ,Keiner soll einsam sein‘ und der Arbeiterwohlfahrt zu verdanken.“

Thorsten Pifan

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