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50 Jahre gute Nachbarschaft: Amselweg-Anwohner blickten zurück

Peine 50 Jahre gute Nachbarschaft: Amselweg-Anwohner blickten zurück

Quasi auf dem Acker entstanden 1963 die Reihenhäuser im Amselweg. Einige der damaligen Erstbezieher wohnen noch heute dort und 13 von ihnen trafen sich jetzt anlässlich des 50-jährigen Bestehens ihrer kleinen Siedlung zu einer gemeinsamen Feier in der Peiner Bürgerschänke.

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Zur 50-jährigen guten Nachbarschaft trafen sich die Amselweg-Anwohner.

Quelle: hui

„Damals war hinter dem jeweils letzten Haus mit dem Buchstaben K nur noch Acker, die Häuser am Sperberweg gab es ja noch gar nicht, man konnte bis nach Essinghausen sehen“, erklärt Erika Thilscher. Die damals Zehnjährige war mit ihrer Familie eine der ersten Bewohnerinnen der neuen Reihenhäuser gewesen, bei deren Bau viele Familienväter in der Freizeit noch selber mit Hand angelegt hatten. Die Häuser wurden von der Peiner Heimstätte als Eigenheime errichtet, den Bau hatte die Firma Kappe übernommen. Von asphaltierten Straßen konnten die Anwohner des Amselwegs anfangs nur träumen. Als „Schlammwüsten“ bezeichnet Thilscher die damaligen Zuwegungen.

Sie wollte damals auch auf keinen Fall von der zentral gelegenen Gallinis-Straße, damals noch der Eulenring, in diese verschlammte Siedlung am Rand Peines ziehen. Nicht einmal eine Buslinie führte dorthin, ein Fahrrad hatte sie damals nicht. Mit der vertrauten Umgebung musste Thilscher auch ihre Freunde zurücklassen. Einzig die Aussicht auf ein eigenes Kinderzimmer versöhnte das Mädchen mit den Bau- und Umzugsplänen der Familie Hinz.

Die zog mit großer Besetzung ein - wie auch viele ihrer Nachbarn. So beherbergte das neu gebaute Haus mit Herbert und Lisbeth Hinz, den Eltern von Thilscher nebst ihr selbst auch noch deren Schwester Renate, deren Gatten sowie Tochter. Später gründete Erika, verheiratete Thilscher, dort ihre eigene Familie mit Tochter Nicole.

Trotz fehlender Verkehrsanbindung waren die damaligen Hausfrauen mit dem Lebensmittelladen Wedler an der Gunzelinstraße/Ecke Schäferstraße, dem Schlachter Schmidt und dem Bäcker Hein sowie einem Friseurgeschäft gut versorgt, wie Thilschers Nachbarinnen berichten.

Im kleinen Garten der Familie Hinz gediehen Erdbeeren und zur Überraschung aller sogar Spargel, an dessen Pflanzung sich niemand erinnern konnte. Auch ein Pfirsichbaum wuchs bestens, gekeimt aus einem von Thilschers Mutter in den Boden gesteckten Kern. Bis heute gedeiht auch der nachbarschaftliche Zusammenhalt zwischen Alteingesessenen und Zugezogenen.

Daher feiern die Amselweg-Anwohner alle zwei Jahre ein Straßenfest, für das gebacken, gebraten und gegrillt wird, was die Küche hergibt.

hui

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