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400 Bürger demonstrierten gegen Rechts

Peine 400 Bürger demonstrierten gegen Rechts

Peine. Trotz eisiger Temperaturen zeigten gestern Vormittag rund 400Bürger auf dem Marktplatz Flagge für ein buntes Peine. Anlass war eine Wahlkampfveranstaltung der rechtsextremen NPD, die zeitgleich - ohne Publikum - auch auf dem Marktplatz stattfand.

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Starker Auftritt: 400 Bürger demonstrierten gestern für ein weltoffenes und buntes Peine.

Quelle: im

Innerhalb kurzer Zeit hatten die Peiner ein breites Bündnis für ein buntes Peine geschmiedet, um rechtsextremem Gedankengut in Peine keinen Raum zu bieten. Bürgermeister Michael Kessler (SPD) machte deutlich, wer auf der anderen Seite des Platzes die Wahlkampfkundgebung angemeldet hatte: „Patrick Wieschke ist ein bekannter Neonazi, der in der Vergangenheit nicht nur durch Verteilen von antisemitischen Flugblättern aufgefallen ist, sondern auch wegen eines Sprengstoffanschlages auf einen türkischen Imbiss zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Das klingt unangenehm vertraut.“ Kessler begrüßte, dass bei der Gegendemonstration gegen Rechts alle Strömungen der Bevölkerung vertreten waren. „Und das ist gut so“, sagte der Bürgermeister. „Das ist ein gutes Zeichen für diese Stadt, für ihre Bewohner. Und ein vernichtendes Signal an die NPD. Das Signal heißt: Wir wollen euch nicht in Peine - ihr seid hier unerwünscht und ihr habt hier keine Chance!“

Peines stellvertretender Superintendent Volker Klindworth griff den Slogan „Heimat bewahren“ der NPD auf und sagte: „Es stimmt, wir müssen unsere Heimat bewahren, wenn sie weltoffen und solidarisch ist.“

Eine emotionale Rede hielt der CDU-Landtagskandidat Christoph Plett. Er erinnerte daran, dass die Peiner regelmäßig „Stolpersteine“ verlegen, um mahnend an die Verbrechen der Nazis an den Juden zu erinnern. Plett forderte genauso wie viele der anderen Redner ein Verbot der NPD, damit sie nicht länger mit Steuergeldern unterstützt werde.

Landrat Franz Einhaus (SPD) verwies auf das Grundgesetz, nach dem rechtsextremes Gedankengut dort keinen Platz habe - genauso wenig wie in Peine. Das rief auch ein Schüler den Peinern zu, der spontan das Wort ergriff: „Nazis haben in Peine keinen Platz!“

Einig waren sich die Redner auch, dass mehr Geld für Bildung ausgegeben werden müsse, um die Bevölkerung über Politik aufzuklären.

pif

50 Polizisten sorgten für Sicherheit

NPD-Kundgebung endete nach einer Stunde auf dem Marktplatz / Zwischenfälle gab es nicht

Großeinsatz der Polizei mit Unterstützung für die Peiner Beamten von Kollegen der Bereitschaftspolizei: Rund 50Polizisten waren gestern Vormittag in Peine im Einsatz, um für die Sicherheit in der Innenstadt während der beiden Kundgebungen zu sorgen.

Die NPD war mit einem 17-köpfigen Wahlkampfteam angereist. Ihre Veranstaltung begann um 10.20Uhr und endete laut Polizei und Peiner Ordnungsamt exakt eine Stunde später. Die Polizei bereitete sich seit 8Uhr auf den Einsatz vor. Gegen 8.45Uhr zeigten die ersten Polizisten auf dem Marktplatz Präsenz. Zwischenfälle gab es nicht, sagt Polizei-Sprecher Stefan Rinke. Die Helfer der DGB-Kundgebung für ein buntes Peine bauten ab 9Uhr den Wagen auf. Der SV Bosporus hatte türkisches Gebäck und wärmenden Tee mitgebracht. Gegen 10Uhr tauchte der Wahlkampflaster der NPD auf. Zuschauer fanden sich auf der Seite der Rechtsextremen nicht ein.

Der Bundesvorsitzende der NPD, Holger Apfel, wandte sich daher dreist an die Gegendemonstranten, die er zunächst freundlich begrüßte. Als er jedoch Pfiffe erntete, beschimpfte er die Peiner und verhöhnte die Teilnehmer der Bündnisveranstaltung.

pif

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